Heute ist mal wieder so ein Tag gewesen. Ob gut ob schlecht, werden wir wohl morgen besser beurteilen. Während der Fahrt ärgerten wir uns so manchesmal. Glück hatten wir indes auf dem Bahnhof in Decin. Beim umsteigen in den nächsten Zug waren wir die Ersten und konnten unsere Räder in die erforderlichen Halterungen hängen. Die nachfolgenden Biker hatten es da umso schlimmer. Der Schaffner ließ diese, wie auch später andere Radfahrer, ganz einfach auf dem Bahnsteig sitzen. Und das bei der Hitze.
Unsere heute geführte Tour sollte etwas abgeändert wieder zur Grundmühle führen. Wir suchten uns diesmal den Fernradweg 21 aus und nicht wie damals den unheimlichen Weg über Rabenstein. Wir wunderten uns nicht schlecht was hier für ein Weg gezimmert wurde. Anfangs asphaltiert, ging dieser wohl bei der Herstellung schnell aus und so kam es, dass dieser nur noch aus dem Untergrund bestand, bestehend aus faustgroßen Granitsteinen, die man eher zur Herstellung eines Bahndammes nutzt. Dann endlich nach 8 Kilometern normale Straßen und das war heute schon viel wert. Zwar ging es wieder auf und ab bei voller Sonnenauslastung, aber wir hatten damit ja auch gerechnet.
Bei der Grundmühle hatten wir dann unser Mittag eingenommen und lange Pause gemacht. Wir hatten ja noch diesen blöden "Radweg" vor uns. Im Jahre 2014 waren wir schon mal an dieser Stelle und keine guten Erinnerungen, aber der Weg ist jetzt noch schlechter geworden. Heute wurde festgelegt, dass wir diese beiden Wege aus unserer Karte streichen werden. Zwar kann man diese für Abenteurer und Wildniserfahrene weitergeben, doch das Echo wird schnell widerhallen. Irgendwann durchschnitten wir auch den geschichtsträchtigen "Tschechoslowakischen Wall" mit unseren Radweg. Wir sehnten uns nach was "Besseres". Besser ist nur alles, was Schlechter nicht sein kann. Jede Abfahrt kam uns nun recht und während der Raserei in das Tal fang ich immer an zu filmen an. Nur in diesem Augenblick nicht.
Mir kam zwei dunkle Punkte in Brusthöhe mit einer abartigen Geschwindigkeit entgegen, so dass ich weder Zeit zum Ausweichen noch zum Bremsen hatte. Kurz vor mir wichen die beiden aus und ich vermochte zu mutmaßen, dass es sich um zwei notgeile Tauben handeln müsse. Ich hatte selbst den Atem der Vögel zu verspüren vermocht. Katrin fuhr mir mit Abstand hinterher und fragte mich, ob ich das eventuell auf der Kamera mit drauf hätte. Katastrophe! Nein! Ein Greifvogel kleinerer Bauart machte sich an einem Vogel zu schaffen, den er dann wohl hinter mir in einem Busch auch zu fassen bekam. Und ich habs nicht drauf. Dafür heute anderen Müll, den ich wahrscheinlich nicht brauchen werde. Wir sind später noch zu einer Mühle gefahren, dessen Wasser im Teich leicht blaugrau schien, aber trotzdem etwas Kühlung verschaffte und dann noch zum Friedhof der Kuscheltiere, davon hatten wir ebenfalls mal berichtet. Ganz schön mystisch der Ort. Das war unser Tag. Und wie war Euer Tag? Bestimmt nicht so abwechslungsreich.
Eure Sandsteinjäger













