Mittwoch, 6. Juli 2011

Zu Besuch bei Wagner

Na den Wagner wollten wir heute mal besuchen. Das Wagner Denkmal in Daube bei Lohmen ist das größte Denkmal Richard Wagners der Welt. Das sollte man also schon mal gesehen haben. 
Gut geschlafen hatten wir beide nicht. Katrin war es draußen zu laut und mir war zu warm, nachdem Katrin in der Nacht das Fenster geschlossen hatte. Ich hatte Atemnot. Als der Morgen graute, hätte ich auch liegen bleiben können. Mein Kopf dröhnte ein wenig. Die Erkältung war somit auf dem Höhepunkt angekommen. Nach dem Balkonfrühstück wurde erstmal die Hausapotheke geplündert und alles in den Kopf geschmissen was brauchbar war und Heilung versprach. Gegen 11.00 Uhr fuhr unser Zug ab Bad Schandau in Richtung Wehlen. Der Fährmann brachte uns dort über die Elbe und wir fuhren weiter am Fluss in Richtung Pirna-Posta. Hier begann der Weg zum Wagner-Denkmal nach Daube. Der Weg war trotz Karte und Navi nicht ganz einfach. Irgendwann fanden wir uns auf einem Trail wieder den ich jedem Biker empfehlen kann. Katrin war da anderer Meinung. Dieser Weg führte uns an die Hauptverkehrsstraße, welche wir nur noch überqueren brauchten. Gedacht war eigentlich das wir diese Straße komplett bis zu diesem Punkt fahren würden. Welch Glück das wir uns vorher anders entschieden hatte, denn diese Straße wäre echt der Graus gewesen. Busse und Laster, Motorräder und schnelle Autos - wie auf einer Autobahn. 
Es ging nach einer kleinen Stärkung weiter über einen langen Feldweg bis zu "Wagner´s". Na ja, fast. Knapp 100 Stufen senkten sich plötzlich in ein Tal. Aber wenn wir die Räder runter tragen, wie dann weiter? Ich ging auf Erkundungstour und schleppte mich hinunter. Was mich aber geritten hat meine Montur mit Rucksack und allem drum und dran anzubehalten, das weiß ich nicht. Ich musste ja auch wieder hoch... 
Unten angekommen las ich dann mehrere Schilder das irgendwelche Brücken und Mühlen gesperrt waren. Wo waren diese Mühlen? Wo waren diese Brücken? Die stehen in keiner Karte. Ich war sauer auf dieser triste Gegend. Irgendwo war nur noch ein Schild "Wagner 50 m". Ich stapfte also die Stufen wieder rauf, um Katrin zu sagen dass sie sich den Typ dann anschauen kann. Auf halber Treppe fiel mir dann ein, dass ich ihn mir ja auch ansehen hätte können. Nach Katrin ging ich dann also nochmal runter. Unsere Räder brauchten ja einen Aufpasser und ein unknackbares Schloss haben wir nicht dabei. Geht also nur so. 
Danach ging es weiter durch den Ort Lohmen hindurch und dann zur Bastei. Wir nahmen eine kleine Umleitung, um nicht die überfüllte Straße zu nehmen. Es ging wieder durch den Wald auf einem tollen Weg. Es war nun schon fast 3 Uhr und wir bekamen wieder Hunger. Bis zur Bastei hätten wir nicht mehr durchgehalten. Also schnell was essen und dann weiter. Im Augenblick wird dort an der Straße gebaut, kurzum Straße ist kein Wort mehr. Baustelle auf 3 Kilometer. Kein Auto darf den Parkplatz an der Bastei mehr anfahren und alle müssen nun den Shuttle nehmen. Das sieht lustig aus. Der Bus war voll wie, ja voll einfach - so wie im Sommer der 80er Jahre wenn die S-Bahn nach Warnemünde fuhr. Zerberstend voll. Katrin musste auch gleich auf den Bus zeigen und lachte laut auf der Straße.
Am Touristenplatz angekommen schnell ein paar Fotos und dann hinunter zur Bastei-Brücke. Noch nie waren wir mit den Rädern dort gewesen.
Nur kurz war der Aufenthalt vor Ort und wir machten uns wieder auf den Weg. Auf uns wartete die 5 Km Abfahrt nach Wehlen hinunter. Es machte wieder mächtigen Spaß bis zur Absperrlinie. Es waren noch ca. 1 Kilometer zu fahren und vor uns lag eine Baustelle auf der nicht gearbeitet wurde und auf die auch nicht hingewiesen wurde. Wir mussten nun hoch in Richtung Steinrückenstraße/Steinerner Tisch, um dann wieder hinunter zu fahren. Doch die Steinrückenstraße ist, wie der Name schon sagt, steinig und vor Jahrhunderten erbaut. Da fährt keiner mit nem Rad hinunter und erlaubt ist es auch nicht - Nationalpark. Als wir dann endlich unten waren wollte Katrin gleich die Information stürmen und sich wegen "guten" Beschilderung beschweren. Die Kraft sollte sie besser schonen, um mir dann lieber ein Eis holen zu können. Das tat sie dann auch. War lecker!
Wir setzten dann in Wehlen wieder nach Pötzscha über und nahmen die S-Bahn bis Schandau. Sofort ging es dann weiter bis zur Liethenmühle, um die verbrannte Energie gleich wieder anzufressen.

45 Kilometer / 750 Höhenmeter

Berg Heil
Eure Sandsteinjäger