Montag, 9. April 2012

Hasenparade

Osterzeit war Trainingszeit. So dachte ich auch und stiftete die ganze Bande an, eine kleine Tour mit dem Rad zu machen. Ich hatte an eine kleine Erholungsrunde gedacht und plante diese schon Tage zuvor. Der Wetterbericht sagte zwar Schnee vorraus, dennoch machte ich mir große Hoffnung die Haushäschen zum Osterfest ausführen zu können. Nachdem ja nun die Umfrage ergeben hat, dass ein paar Touren zum Herbsturlaub mit der Rasselbande mit dem Rad durch das Gebirge gehen wird, will ich mit den Mädels auch Trainingsrunden fahren. Es geht nicht um Geschwindigkeit sondern nur um die Ausdauer, denn in der Sächsischen Schweiz kann man nicht einfach so umdrehen.
Am Sonntag schien die Sonne hell von Himmel. Tolles Wetter. Nach den Osterbräuchen fuhren wir mit unseren Rädern über den Pilgerweg in Richtung Hütter Wohld. Die Wege waren voll von Wanderfreunden die zum ersten mal im Wald waren und diejenigen die grüßen und uns auch als "Wanderfreunde" sehen und respektieren. Jedesmal das gleiche. Wir Radfahrer sollen Rücksicht nehmen, aber gleichzeitig bekommt man einen Schlag auf den Helm.
Apropo Helm: Unserer beiden Neueinsteiger haben heute ihren Helme ausprobiert. Zwar haben sie noch Probleme mit der Befestigung: " ..nich so eng, mach lose ich bekomm keine Luft mehr..." und so weiter, aber es geht schon. Ich habe mich schon desöfteren lustig gemacht wie ältere Leute ihren Helm tragen. Bei Nette und Gitti hatte ich zwei von diesen vor mir. Der Helm hing mehr auf halb acht anstatt er dieser fachgerecht getragen wurde. Beim Sturz würde er eher eine Kehlkopfprellung verursachen statt die Rübe zu schützen.
Trotz des Windes war heute einer nicht zu bremsen. Nette ging mit Vollgas vorran. Sie holte alles aus dem "Rixe" heraus. Wollte sie schnell mal so die Route runterspulen? Ich versuchte sie etwas zu bremsen, aber da war nichts zu machen. Im Gegensatz zur Nachhut, die mehr mit Jacke "aus" und "an" zu tun hatte spulten wir so langsam die Tour ab. Ich hatte nur ein Problem: Wie bekomme ich Nette an die Kette. Sie kannte die Tour nicht und musste desöfteren warten. Das war gut so.
Wir fuhren die Forstautobahn hoch durch den Hütter Wohld und weiter in Richtung Ivendorf und Fulgenkoppel. Jetzt kam der Wind so richtig von vorn. Die Sonne wärmte trotzdem. Der Weg war noch weit. Nach einer kurzen Pause und "Jacke aus" ging es dann weiter in Richtung Hohenfelde. Vorab klauten die Mädels dem Osterhasen noch einen leeren Eierkorb weg. Warum, wiso? Fragt mich was besseres.
Endlich kam die Einfahrt übers Feld nach Glashagen. Hier quellt die Quelle des alten Glashäger Brunnens. Vorher war noch "Jacke an". Hinab geht es über einen kleinen Pfad durch das Quellental und über 5 Brücken. Ein auf und ab durch ein kleines Tal. Hier hat es am Samstag noch kräftig genieselt und geschneit, daher war es auch etwas schmierig und schlammig. Für die Mädels war es grenzwertig. Spaß und Unterhaltung gab es noch als die Wanderrentnertruppe uns begegnete. Mit gut 20 Mann zogen sie gemächlich durch den Wald und halfen uns sogar noch einen Baum zu beseitigen. Klasse.
Mit den Mädels ging es dann weiter über Hohenfelde nach Doberan rein. Danach hatte ich den Grill angeschmissen und wir haben alle ein schönes Sonnenbad genommen. Bis zum nächsten Trainingstag.

Viele liebe verspätete Ostergrüße
Eure Sandsteinjäger