Schon die Nacht zu heute war grausam. Anfangs dachte ich das ich mir eine Mittelohrentzündung zugezogen hatte. Ich enstschloss mich aber dazu, dass es doch nur mein Zahn sein sollte. Und dann die heutige Fahrradtour. Das kann ja heiter werden. Das musste ich durch.
Die Tour sollte von Quedlinburg aus über gute Wege nach Ballenstedt, Gernrode, Bad Suderode gehen, um dann als Höhepunkt die Teufelsmauer bei Weddersleben zu erkunden. Schon der Anfang erwies sich als schwierig. Überall werden die Radwege und Fernradwege angepriesen, aber keiner ist zu finden. Irgendwann hatten wir den Ortsausgang und den für unsere Richtung richtigen Weg gefunden, um endlich unsere Radtour zu genießen. Erstmal ging es aufwärts zu einer kleinen Hügelkette mit einem Wartturm. Von hier aus konnte man weit ins Land und über Täler hinweg schauen. Wo ein Tal war ging es also runter. Schöne Wiesenabfahrt mit Spaßfaktor für Katrin und mich. Selbst Katrin nahm den Fuß von der Bremse und zischte den Abhang hinunter. Angekommen im Ort der Burgruine fanden wir unseren richtigen Weg, der uns vorbei an Rapsfeldern die leider noch nicht blühten, an Schützenständen, Moto-Cross-Bahnen und eines Flugplatzes in das schöne Ballenstedt mit seiner Schlossanlage führen sollte. Nach einer kleinen Schinderei ging es endlich hinab, doch halt. Das Schloss lag auf einem Hügel mit einem riesigen toll angelegtem Garten mit Teichen und Springbrunnen. Irgendwann fanden wir den Ausgang der uns in den nächsten Ort bringen sollte, bzw. den Weg der nach Gernrode führte. In Gernrode hatte der Bäcker mit frischem Kucken und Kaffee gelockt. Das war auch das Einzige was wir gefunden hatten. Keine Beschilderung zu unserem Weg zu finden. Wir irrten durch dieses Dorf und fuhren nach Sonne und Kompass. Irgendwie sollten wir doch hier raus kommen. Nach gut einer halben Stunde Testfahrt erreichten wir unser Ziel, nein Ziel war es noch nicht. Es war für uns ein Teilerfolg unseren Weg zu finden. Endlich machten wir Fortschritte und näherten uns mit großen Schritten und Reifenumdrehungen Neinstedt. Wieder kein Schild, keine Hinweise, nichts.
Bei guten 12-9° schafften wir heute 40 Kilometer und unbekannten Terrain. Das war echte eine Erfahrung. Und morgen gehts zum Brocken hoch und mein Zahn schmerzt immer noch etwas. Mal schauen was das wird.
Eure Sandsteinjäger
(vielen Dank für Euren regen Besuche und fantastischen Kommentare)