Hallo User, nach der letzten Ausfahrt in Richtung Rerik wollte ich eigentlich nicht viel schreiben. Da ich unsere Webseite auch ein wenig modifiziert hatte blieb mir auch kaum Zeit dazu. Den Reisebericht vom Plauer See am Herrentag habe ich kurz hinten angefügt. Doch zu unserem letzten Reisebericht vom Pfingstsonntag gibt es als kleinen Film und nennt sich "Rerikrunde". Für die unerfahrenen Biker - es sind so um die 54 Kilometer und das bei schönstem Wetter. Seht selbst unter "Kurzfilme".
Eure Sandsteinjäger
Eure Sandsteinjäger
Um den Plauer See:
Erwartet hattet wir eigentlich einen sonnigen Tag mit allem drum und dran.
Der Start in Rostock begann schon so kurios, dass Micha immer noch an seinem
Rad montierte und später sogar an zu basteln anfing. Er baute seine Felge auf
DV-Ventil um und ich fing an zu frieren an. 8°C waren nicht gerade schönes
Wetter, dazu auch noch bewölkt und es war auch nicht daran zu denken das wir
heute noch mal die Sonne sehen würden. Vielleicht war es in Plau ja etwas
anders. Ich stand da in kurzen Hosen und ging dann doch lieber in die warme
Stube, wärmte mich ein wenig und schaute durch die Scheibe zu wann er dann
fertig werden würde.
Wir schnallten die Räder auf und fuhren mit dem Wagen bis Quetzin. Als wir
den Wagen verließen zog ich mir gleich die winddichte Jacke an. Uns sollte die
Sonne heute jedenfalls nicht begleiten. Wir fanden schnell unseren Weg. Einen
Teil war Micha schon mal gefahren, so dass ich mir da keine Sorgen machen
brauchte. Ich machte mir nur Gedanken ob er die verheimlichten Kilometer auch
schaffen würde. Laut Navigation wären es 61,8 Kilometer gewesen, wenn wir die
Asphaltbahn ab Stuer nehmen würden. Die Länge dieser Tour verriet ich ihm
später. Statt entsetzen empfing ich eher ungläubige Blicke ob die Strecke
wirklich so lang sei, oder ob ich ihn veralbern wollte. Ab Plau ging es dann in
südliche Richtung vorbei an Bootsstegen und Campingplätzen und direkt durch die
Wälder. Es dauerte auch nicht wirklich lang und wir waren schon in Stuer.
Unterwegs fiel uns ein etwas älterer Herr und gut beleibt auf seinem Damenrad
auf. Irgendwie war ihm das Rad auch zu klein, aber er zog gut weg. Mit dem
Tempo das wir hatten fuhren wir gut an ihm vorbei und blieben auch vorn. Nach
einer Weile hatten wir ihn wieder von vorn. Entweder hatte er einen Bruder oder
er nahm auf dieser Geraden eine Abkürzung. Wir machten eine Minute Rast an
einem Steg und da sauste er vorbei. Als wir dann gegen 11 in Stuer waren und
unser Frühstück vertilgten, fuhr er wieder vorbei. Bei dem Tempo was wir am
Schluss vorgelegt hatten war das fast unmöglich. Er fuhr einfach weiter.
Die trailigen Wege so dicht am Wasser hatten richtigen Spaß gemacht. Wir
nahmen auch gefährliche Wege die ein Ende hatten. Das heißt irgendwann ist
Schluss und der Weg führte 20 Meter oberhalb unseres Weges weiter. Da mussten
wir erst mal die Bikes hochbuckeln. Mein Rad war ja etwas leichter, aber Michas
Rad ist da schon ein anderer Kaliber (mit Seitentasche die immer abfällt). Vorab
wurde wir zwar noch von Omis gewarnt, aber ich nahm das nicht für ernst, denn
ich fuhr ja auch die Treppe vor dem Ort Lenz hinunter und die Leute meinten es
geht hier nicht runter. Wem soll man da noch Glauben schenken. Als wir wieder
fahren konnten trafen wir noch 4 Profis, die zwar gut unterwegs waren, aber
dennoch einen Flicken in der Heide suchten. Da kamen wir gerade recht und
halfen aus. So etwas hatten wir natürlich dabei. Als wir dann geholfen hatten
kam die Sonne raus, als würde der Stern uns sagen wollen: "Toll
gemacht", sie versteckte sich dann auch gleich wieder und es blieb kalt.
Hinter Lenz wurden die Wege breiter und das war gut so, denn die ersten "Herrentagsfeierkinder"
trugen die Fahne im Gesicht, so dass man es vorab schon riechen konnte ob ein
großer Seitenabstand gewahrt sein müsste oder ein einfaches schnelles
vorbeifahren reichen könnte.
Eine Abschlussrunde um den Werder bei Alt-Schwerin musste noch sein, um die
Kilometer hoch zu treiben. Viel gesehen haben wir dabei nicht. Auf Grund
unserer Schnelligkeit am heutigen Tage wären wir auch viel zu schnell zu Hause
gewesen und daher quälten wir uns noch etwas.
Kurz vor dem Ziel besuchten wir noch eine Raststätte an der Bundesstraße.
Dem Micha störte der Lärm gar nicht, viel mehr brannte ihm sein Hinterteil
gerade weg und er setzte sich sofort auf eines der Polsterstühle. So langsam
ging es bei mir auch los, denn dieser Ritt über die Wurzeln beanspruchen doch
sehr das Material am Hintern. Nach dem Kaffee und dem obligatorischem Teampinkeln kamen wir unserem
Wagen immer näher. Es war schön wieder auf einem weichen Sitz zu sitzen. Der
Abend verging dann, wie es dann immer ist, in der prallen Sonne in Rostock. Es
wurde noch mal warm.
Eure Sandsteinjäger (mit Lehrlingen)
Eure Sandsteinjäger (mit Lehrlingen)



