Endlich hat der Tag begonnen an dem ich wieder mit dem Team fahren werde. Dazu Schnee und frostige Temperaturen die mich heute erwarten werden (Heute = 03.Dezember). Der Weg zum Treffpunkt war katastrophal. Eine Mischung von Amateur-Loipe, Schlittenreitern und Hundefreunden machten mir die Fahrt mehr als schwer. Doch um so näher ich dem Startpunkt kam, desto besser wurde der Weg. Ich spürte den eisigen frostigen Wind im Gesicht. Meine Maske tat ihren Dienst genauso wie der warme Tee auf dem Rücken. Mir ging es also sehr gut und ich freute mich auf den Rest des Teams, doch ich wurde enttäuscht. Am Treffpunkt wartend machte ich einige Wintersportler aus, die in den Hütter Wohld fuhren, doch der Ärger kam. 2 Mann des letzten Restes hatten abgesagt. Angst vor Schnee? Ich machte mich also allein auf den Weg und änderte kurzum meine Route. Ich wollte schnelle Abfahrten, doch dies erforderte lange Anfahrtswege über verschneite Wege. Die nahm ich heute in Kauf, musste mich aber ins Zeug legen da Katrin zu Hause mit einem leckerem Rippenbraten wartete. Also ging es mit schnellen Pedalumdrehungen zu den ersten Hügeln. Ab dort begann das Schieben. Ich stapfte durch den Schnee. Fahren war hier abseits der Hauptwege so gut wie unmöglich. Oben angekommen dachte ich über die erste Abfahrt nach wie sie sein wird. Wird es Komplikationen geben? Mit Spaß, Schwung und Vorsicht stürzte ich mich hinunter. Dieser kleine Trail hat es im Sommer wegen seiner Wurzelpassagen in sich und ist mit Vorsicht zu genießen. Doch heute hatte ich keine Schwierigkeiten. Etwas abseits konnte ich neben der gedachten Wegeslinie abfahren. Der Schnee staubte, flog durch die Luft und mir ins Gesicht. Mit einem Lächeln und einem lauten "Huuuuiiiiii" kam ich unten an. Verdutzt schauten mich zwei Parkbänkler an als hätten sie noch nie ein Bike im Schnee gesehen. Schön blöd. Weiter ging es in Richtung Althof mit seiner tollen Wiese. Doch vorher bekam ich immer wieder die Langläufer in meinen Blick und dann waren sie wieder verschwunden. Sie waren in der Phase, in der ich schieben musste, einfach zu schnell für mich.
Die zwei waren jetzt mein Ziel. Ich wollte sie noch vor der Wiese einholen. Immer wieder hatte ich mit den Spuren im Schnee zu kämpfen, fuhr in Schneewehen und verlor wieder an Zeit. Die Hügel lief ich dann hinauf, denn ich bekam auch kalte Füße. Irgendwann hatte ich sie endlich während meiner Fahrt überholen können. Kurz kamen wir ins Gespräch. Die beiden älteren Erdenbürger mit ihrer Randsportart freuten sich das der Radsport selbst im Winter nicht ausstirbt und machten mir Mut für die weitere Strecke. Jetzt kam die Sonne raus und zeigte ihr breites Lächeln. Es war kein Lachen mehr, es war schon ein tiefes Grinsen. Ich hatte nun die Wiese erreicht und schoss noch ein paar Fotos. Nun ging es neben einer tiefen Loipe hinab ins "Tal". Der Spaßfaktor war wieder gestiegen und ich hatte mir gewünscht das mich hier jemand sehen könnte. Auf der Straße nach Hohenfelde kam ich wieder in Fahrt. Auf der frisch geräumten Straße zog ich zum Radweg nach Hohenfelde. Selbst der Radweg war befreit vom hohen Schnee, wurde aber langsam von Schnee und Wind wieder in die Natur integriert. Es sah aus als wenn der Schnee sich in den Weg hinein frisst. Mit schönen Abfahrten ging es dann in Richtung Bademühle. Dort fuhr ich wieder nach Stülow und von dort auf die Höhen Glashagen. Hier erwartete mich die lange Wiese, die sehr gern als Rodelberg genutzt wird, jedoch diesmal nicht so wie ich gedacht. Im Tiefschnee kam ich auf der originalen und alten Strecke nicht so recht in Fahrt. Die Schlittenspuren zeigten mir während der Fahrt die wahre Startlinie der Rodler. In der Mitte der eigentlichen Abfahrt geht es links steil bergauf bzw. bergab. Je nach Art des Betrachters. Sollte ich da hoch? Nur zum Spass? Einfach mal runterdonnern? Und ob. Ich schob im tiefen Schnee zwischen all den Schlittenspuren mein Bike hinauf. Bei Puls 150 war ich angelangt. Erstmal eine kleine Pause obwohl die Zehen wieder mal kalt wurden. Dann wurde der Sattel richtig tief gestellt, um das Gewicht nach hinten zu verlagern. Wie auf einem Downhillbike ging es hinab. Ohne treten einfach durch den Tiefschnee donnern. Ich fand es toll und wollte gleich nochmal, doch ich musste nun weiter. Die nächsten Hügel warteten auf mich. Sei es zum Schieben oder zum hinabfahren.
Heute stand der Spaß und ein paar Fotos im Vordergrund. Solch Mischung von Sonne und Schnee erleben wir ja ganz selten und das zum Wochenende an dem man nach Lust und Laune wieder Kind sein kann.
Viele liebe Grüße
Christoph im Schnee
Viele liebe Grüße
Christoph im Schnee
