Der Wecker riss uns aus den tiefsten Träumen. Das Wetter konnte draußen kaum schöner sein. Die Vorhersage drückte aber unsere Stimmung ein wenig. Ab 11 Uhr sollte es Gewitter und Regen geben. Quellwolken gab es noch nicht und so rechneten wir uns gute Chancen aus den Tag trocken zu überstehen. Trotzdem mussten die Regensachen wieder mit auf Tour.
Die Schwüle machte uns das Leben nicht einfach. So änderten wir uns unsere Tour kurzerhand auf die linkselbische Seite, um von dort schnell mit der Bahn nach Hause kommen zu können. Also auf zu den Rauensteinen.
Bevor es dann endlich losging versorgte ich meinen lädierten Knöchel noch mit einem Tape. Super diese Dinger. Hab schon seit Tagen meine Schultern getapet, da ich nach den Touren immer Nacken- und Schulterprobleme bekomme.
Den Radweg ging es von zu Hause aus über Prossen nach Halbestadt. Dort setzten wir dann mit der Fähre über. Der Radweg geht auf der linken Seite weiter. Hinter Königstein bogen wir dann ab und machten rauf nach Thürmsdorf. Eine Straße die mit ihrer Steigung gefühlsmäßig nicht enden will. Manchmal ist schieben sogar schwieriger als fahren, sofern man denn die Schaltung untersetzen kann. Vom gestrigen schieben unserer beiden Räder habe ich mir wohl etwas die Bänder überdehnt.
Die Beine wurden jetzt schon schwerer und schwerer. Die Oberschenkel schrien nach Pause, doch der Verstand gehorchte dem Knöchel. Zudem quälte uns die noch immer scheinende Sonne. Von Unwetter nichts zu sehen, nur zu spüren das heute noch was kommen möge. Endlich im Zentrum von Thürmsdorf angelangt, schlichen wir über einen kleinen Wanderweg zur Thielke Aussicht an der Kante der alten Steinbrüche. Diese Aussicht ist wunderbar. Hier kann man verweilen. Wir aßen etwas und stärkten uns mit kalten Getränken. Die Hitze forderte uns heute alles ab. Es war nicht diese heiße trockene Luft die man so kennt, nein es war so feucht warm und nur knapp 24°C, aber kaum auszuhalten. Diese Pause tat ganz gut. Weiter ging es dann über das Feld hinab nach Weißig. Jetzt sah man, dass sich die Wolken auftürmten. In der Ferne fing es schon an zu poltern an. Es gab aber keinen Grund unruhig zu werden. Es wurden nur Warnungen ausgegeben, die aber trotzdem ernst zu nehmen waren.
So ging es nicht mehr auf den Rauenstein hinauf. Wir fuhren an der Plattform vorbei. Ich konnte eh nicht mehr, hätte also schieben müssen. Das kam also ganz recht. Der ruckelige Rücken des Rauensteins wurde schnell bewältigt. Das ging ganz gut. Am Steinrücken, der Abschluss der Rauensteins, musste ich aufpassen. Katrin war nicht mehr zu sehen und so konnte ich mich getrost auf diese steinige Abfahrt konzentrieren. Ich hatte arge Probleme. Im letzten Jahr hatte ich diesen Teil wunderbar gemeistert und heute? Ich muss zugegeben, dass es gerade so gut ging. Selbst hier hatte ich keine 100% mehr zu bieten. Stattdessen musste ich bemerken, dass Katrin hinterdrein schlich und mich beobachtete. Der Schluss endete dann mit Steintreppen. Hier war dann endgültig Schluss. Ein Fehler bei der Stufe und alles passierte ganz schnell. Der Bock ließ sich nicht mehr weiter bewegen und ich musste diesen schnell verlassen. Seitlich sprang ich ab und musste ihn fallen lassen. Ich hatte Glück.
Endlich waren wir dann in Pötzscha angekommen. Am Wasser nahmen wir dann die restliche Mahlzeit zu uns. Als Nachtisch nahm ich mein Power-Gel und einen tiefen Schluck aus der Blase. Diese Pause im Schatten war wieder angenehm, sehr sogar. Katrin stiftete dann zum weiterfahren an. Mein Gel wirkte schon nach kurzer Zeit. Der Akku war wieder voll, doch die Beine lahmten immer noch. Da kann man machen was man will. Die letzte Steigung vor Rathen brach mir dann das Genick. Feierabend, Aus, Schluss für heute. Während Katrin weiter zum Café wollte bog ich auf den Bahnsteig ein. Ich fahr jetzt mit dem Zug nach Schandau weiter. Eigentlich wollte ich sogar bis Krippen, aber wir mussten noch was besorgen und etwas naschen wollten wir auch noch. Also stiegen wir in Schandau aus. Das wir auf den Zug warteten war auch gut so, denn der nächste Zug wäre Schienenersatzverkehr gewesen und der hält nicht in Rathen. Der darauffolgende Zug käme 1,5 Stunden später. Ich glaube da hätte ich mich doch wieder in den Sattel geschwungen, anstatt auf mein Gewissen zu hören. Es war gut so.
Der Kurzbesuch in Schandau endete mit Eisbecher und Einkauf für die letzten Tage. Danach nahmen wir die Fähre nach Hause und dachten schon an den schönen Abend in der Liethenmühle. Na das war dann wohl nichts. Punkt 18 Uhr ging hier ein Unwetter los und zwar jenes, dass für 14 Uhr vorhergesagt wurde. Es kommt von Süden her und ist über die Wetterkarte gut zu beobachten. Wir hatten schon riesigen Hunger. Jetzt mit dem Auto zur Liethenmühle? Um Himmelswillen, das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. So entschieden wir uns mal das Erbgericht auszuprobieren. Jetzt goss es wie aus Kannen. Wie zwei im Sprint rüber zum Erbgericht. Nebenher schlugen die Blitze in die höheren Gebiete ein. Es knallte nur so. Endlich standen wir im Raum. Eine junge Kellnerin in dieser Rot-Schwarz-Haar-Frisur-Optik stand uns dann gegenüber und sprach: „Hobn Sie Halbbongsion?“, „Nein“, „Leido sinn alle Dische resowierd, veruchns doch innor Eische.“ – Wie bitte? Alle Tische in der Gaststätte waren für die eigenen Gäste bestimmt. Nicht mal einen Tisch für Gäste außer Haus. Wo gibt’s so was? Nachdem im letzten Jahr „Die Eiche“ mit vollem Schwung durchgefallen war, ist nun das Erbgericht dran. Ich konnte nicht mehr. Haben sie Halbpension??? Katrin machte noch ein freundliches Gesicht. Ich muss sie echt blöd angeschaut haben. Das hatte sie gemerkt. Ohne weitere Worte verließen wir das Lokal für Halbpensionisten.
Stattdessen gingen wir nach Hause, überdachten die ganze Sache noch mal und machten uns es dann in der ersten Reihe gemütlich. Katrin zauberte in der Küche ein tolles Menü aus dem Proviant der nächsten Tage. Mit Blick auf Blitz und Elbe lassen wir nun den Tag zu Ende gehen.
Die Schwüle machte uns das Leben nicht einfach. So änderten wir uns unsere Tour kurzerhand auf die linkselbische Seite, um von dort schnell mit der Bahn nach Hause kommen zu können. Also auf zu den Rauensteinen.
Bevor es dann endlich losging versorgte ich meinen lädierten Knöchel noch mit einem Tape. Super diese Dinger. Hab schon seit Tagen meine Schultern getapet, da ich nach den Touren immer Nacken- und Schulterprobleme bekomme.
Den Radweg ging es von zu Hause aus über Prossen nach Halbestadt. Dort setzten wir dann mit der Fähre über. Der Radweg geht auf der linken Seite weiter. Hinter Königstein bogen wir dann ab und machten rauf nach Thürmsdorf. Eine Straße die mit ihrer Steigung gefühlsmäßig nicht enden will. Manchmal ist schieben sogar schwieriger als fahren, sofern man denn die Schaltung untersetzen kann. Vom gestrigen schieben unserer beiden Räder habe ich mir wohl etwas die Bänder überdehnt.
Die Beine wurden jetzt schon schwerer und schwerer. Die Oberschenkel schrien nach Pause, doch der Verstand gehorchte dem Knöchel. Zudem quälte uns die noch immer scheinende Sonne. Von Unwetter nichts zu sehen, nur zu spüren das heute noch was kommen möge. Endlich im Zentrum von Thürmsdorf angelangt, schlichen wir über einen kleinen Wanderweg zur Thielke Aussicht an der Kante der alten Steinbrüche. Diese Aussicht ist wunderbar. Hier kann man verweilen. Wir aßen etwas und stärkten uns mit kalten Getränken. Die Hitze forderte uns heute alles ab. Es war nicht diese heiße trockene Luft die man so kennt, nein es war so feucht warm und nur knapp 24°C, aber kaum auszuhalten. Diese Pause tat ganz gut. Weiter ging es dann über das Feld hinab nach Weißig. Jetzt sah man, dass sich die Wolken auftürmten. In der Ferne fing es schon an zu poltern an. Es gab aber keinen Grund unruhig zu werden. Es wurden nur Warnungen ausgegeben, die aber trotzdem ernst zu nehmen waren.
So ging es nicht mehr auf den Rauenstein hinauf. Wir fuhren an der Plattform vorbei. Ich konnte eh nicht mehr, hätte also schieben müssen. Das kam also ganz recht. Der ruckelige Rücken des Rauensteins wurde schnell bewältigt. Das ging ganz gut. Am Steinrücken, der Abschluss der Rauensteins, musste ich aufpassen. Katrin war nicht mehr zu sehen und so konnte ich mich getrost auf diese steinige Abfahrt konzentrieren. Ich hatte arge Probleme. Im letzten Jahr hatte ich diesen Teil wunderbar gemeistert und heute? Ich muss zugegeben, dass es gerade so gut ging. Selbst hier hatte ich keine 100% mehr zu bieten. Stattdessen musste ich bemerken, dass Katrin hinterdrein schlich und mich beobachtete. Der Schluss endete dann mit Steintreppen. Hier war dann endgültig Schluss. Ein Fehler bei der Stufe und alles passierte ganz schnell. Der Bock ließ sich nicht mehr weiter bewegen und ich musste diesen schnell verlassen. Seitlich sprang ich ab und musste ihn fallen lassen. Ich hatte Glück.
Endlich waren wir dann in Pötzscha angekommen. Am Wasser nahmen wir dann die restliche Mahlzeit zu uns. Als Nachtisch nahm ich mein Power-Gel und einen tiefen Schluck aus der Blase. Diese Pause im Schatten war wieder angenehm, sehr sogar. Katrin stiftete dann zum weiterfahren an. Mein Gel wirkte schon nach kurzer Zeit. Der Akku war wieder voll, doch die Beine lahmten immer noch. Da kann man machen was man will. Die letzte Steigung vor Rathen brach mir dann das Genick. Feierabend, Aus, Schluss für heute. Während Katrin weiter zum Café wollte bog ich auf den Bahnsteig ein. Ich fahr jetzt mit dem Zug nach Schandau weiter. Eigentlich wollte ich sogar bis Krippen, aber wir mussten noch was besorgen und etwas naschen wollten wir auch noch. Also stiegen wir in Schandau aus. Das wir auf den Zug warteten war auch gut so, denn der nächste Zug wäre Schienenersatzverkehr gewesen und der hält nicht in Rathen. Der darauffolgende Zug käme 1,5 Stunden später. Ich glaube da hätte ich mich doch wieder in den Sattel geschwungen, anstatt auf mein Gewissen zu hören. Es war gut so.
Der Kurzbesuch in Schandau endete mit Eisbecher und Einkauf für die letzten Tage. Danach nahmen wir die Fähre nach Hause und dachten schon an den schönen Abend in der Liethenmühle. Na das war dann wohl nichts. Punkt 18 Uhr ging hier ein Unwetter los und zwar jenes, dass für 14 Uhr vorhergesagt wurde. Es kommt von Süden her und ist über die Wetterkarte gut zu beobachten. Wir hatten schon riesigen Hunger. Jetzt mit dem Auto zur Liethenmühle? Um Himmelswillen, das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. So entschieden wir uns mal das Erbgericht auszuprobieren. Jetzt goss es wie aus Kannen. Wie zwei im Sprint rüber zum Erbgericht. Nebenher schlugen die Blitze in die höheren Gebiete ein. Es knallte nur so. Endlich standen wir im Raum. Eine junge Kellnerin in dieser Rot-Schwarz-Haar-Frisur-Optik stand uns dann gegenüber und sprach: „Hobn Sie Halbbongsion?“, „Nein“, „Leido sinn alle Dische resowierd, veruchns doch innor Eische.“ – Wie bitte? Alle Tische in der Gaststätte waren für die eigenen Gäste bestimmt. Nicht mal einen Tisch für Gäste außer Haus. Wo gibt’s so was? Nachdem im letzten Jahr „Die Eiche“ mit vollem Schwung durchgefallen war, ist nun das Erbgericht dran. Ich konnte nicht mehr. Haben sie Halbpension??? Katrin machte noch ein freundliches Gesicht. Ich muss sie echt blöd angeschaut haben. Das hatte sie gemerkt. Ohne weitere Worte verließen wir das Lokal für Halbpensionisten.
Stattdessen gingen wir nach Hause, überdachten die ganze Sache noch mal und machten uns es dann in der ersten Reihe gemütlich. Katrin zauberte in der Küche ein tolles Menü aus dem Proviant der nächsten Tage. Mit Blick auf Blitz und Elbe lassen wir nun den Tag zu Ende gehen.
Eure Sandsteinjäger


