Samstag, 15. Juni 2013

Graf Cepelin

Die letzten zwei Tage, also Freitag und der heutige angefangene Samstag nutzte ich für Erkundungstouren durch unser Cepelingehölz, wie auch die anderen Tage zuvor auch. Immer wieder fuhr ich die gleichen Strecken. Bergauf und bergab. Dabei erkundete ich neue unbekannte Wege und wurde schnell wieder zurückgeworfen nachdem ich erkannte, dass es nur ein Tierpfad war über die jetzt nur noch das Wasser läuft. Der andere Grund war zum Anderen die Filmdreherei. Ich war jetzt Drehbuchautor (der nichts schreibt), Kameramann, Regisseur (ohne Drehbuch) und Hauptdarsteller zugleich. Das ist anstrengend sag ich Euch. Kamera aufstellen und zurück, an der Kamera vorbei fahren und dann die Kamera wieder einsammeln und neu positionieren. Wenn dann mal was nicht klappt, dann muss es nochmal gedreht werden. Meistens klappts dann wieder nicht und mir fällt dann spontan eine Notlösung ein. Eigentlich wollte Roy mitkommen, aber er hatte mich dann mal wieder versetzt. Wenn man dann zu zweit ist, dann kann man sich abwechseln und schnell die Rohfilme abwicklen und viel Material sammeln. Das hatte schon mal ganz gut geklappt. Jetzt fahre ich wieder allein und dreh mich selbst. Der Freitagabend war also eine Tour mit wenig Strecke, aber dafür mit Filmmaterial für 1,5 Stunden. Ich kam aber schnell in Schwung und es lief dann alles immer besser. Und dann - ein Weg und ein letzter Test wohin dieser wohl führen mag? Ich stand plötzlich im Wald auf einem Hügelgrab. Es müsste das zweite oder sogar dritte im Cepelingehölz sein, wobei es dann im Quellholz/Eickhäge fünf weitere gibt. Jedenfalls stand ich dort oben und von hier aus gingen drei Spuren in den Wald. Keine altertümlichen, nein, es waren Spuren für den heißen Biker aus der Neuzeit gedacht. Seit langem waren diese aber unbenutzt. Ob sie vetrieben wurden? Ich machte mich zu einer kleine Kurztour auf, um zu wissen wohin diese Wege führen würden. Plötzlich stand ich auf einem kleinen künstlichen Hügel. Hier hatte ich Übersicht über alle Kurven und angeschütteten Schanzen. Zwar war der aktuelle Streckenverlauf nicht mehr gut zu erkennen, aber er müsste sehr interessant sein. Sagen wir mal der Verlauf war nicht mehr zu erkennen. Es schauten ja nur noch die Hügel heraus. Ringsherum nur Laub, nicht als Laub. 
Die Sache hatte mich auch Abends noch sehr beschäftigt. Ich wünschte mir im Traum einen Akku-Laubsauger und schlief dann endlich ein.
Nächsten morgen in der Früh schnell hoch und das Gartenwerkzeug eingepackt. Die Laubharke sollte es bringen. 30 cm für den Waldeinsatz. Fegen bis der Arzt kommt.
Es begann eine Reise in ein Paradies jeden Trailliebhabers. Morgenfrische umgarnte mich mit guten 15°C. In der Nacht hatte es geregnet. Es war nicht viel, aber es hatte gereicht um mich heute ins Schwitzen zu bringen. Das Bergauffahren war heute echt nicht schwierig. Ich hatte mich schnell daran gewöhnt, aber die fette Arbeit sollte noch kommen.
Zuerst ging es zum Ausgangspunkt der Anlage. Ich präparierte die steile Abfahrt und entfernte das viele nasse Laub und die massigen Äste die im Wege lagen. Bei 400 Metern Abfahrtslänge pro Strecke (davon hatte ich ja zwei) kommt da eine Menge zusammen. Um einige Bereiche brauchte man sich nicht kümmern. Da ging es dann etwas schneller zur Sache.
Die andere Bahn war da schon deutlich unkenntlicher gemacht. Die Natur holte sich hier alles zurück. Da ich dann drei mal vom Wege abkam ohne es zu bemerken, ging ich hinunter und fing von unten an den Weg zu beräumen. Das war übersichtlicher und einfacher. Erstmal Äste und Bäume weg und dann wie immer das nasse Laub beseitigen. In gut zwei Stunden war ich durch, durch bis auf die Klamotten. Mir war warm geworden. Und wie. Dauernd schaute ich mich um, ob mich jemand gesehen hatte. Wie blöd mag ich wohl ausgesehen haben. Ich war wohl zu Hause nicht ausgelastet.
Der erste Zeitpunkt war nun gekommen kleinere Testläufe zu machen. Wie toll das war. Jetzt fehlte noch der Name für den Trail und der kam schnell in den Kopf. Wer immer auch Cepelin war und warum dieser Wald so heißt, mir war es wurscht. Ich taufte ihn mit einem Schluck "Saskia" (Apfelgeschmack) am Startpunkt auf den Namen "Cepelintrail" und nannte so auch den dazugehörigen Film, der wieder hier zu finden ist. Ein Weiterer Film von gestern ist ebenfalls am Start. Also freut Euch und macht Euch lustig.
Obwohl ich dann fix und fertig war, musste ich doch noch mal eine Runde fahren. Morgen wieder?

Der mit dem Graf tanzte

P.S. Es sind zwei neue Videos auf unserer Webseite zu finden. 

Sonntag, 9. Juni 2013

Film

Hallo User, endlich ist es nach Wochen geschafft unseren Harzfilm in minimaler Auflösung ins Netz zu stellen. Viel Spaß auf unserer Seite "Kurzfilme" für lustige 10 Minuten.

Eure Sandsteinjäger 

Und dann kam die Flut ...

... und nahm uns alle Hoffnung. Unser alljährlicher Urlaub in der Sächsischen Schweiz fällt nach der letzten Flut leider aus. Somit werden wir unseren Urlaub verschieben und in der Heimat verbringen müssen. Die Anmeldung für das Fahrradfest ist bereits hier angekommen. Wir haben unsere Startnummern und Shirts per Post bekommen und alles war erledigt. Zwar hätten wir dies stornieren können, hatten dann aber lieber den Vorzug der tollen Shirts genommen.
In sofern werden wir nun einen Sommerurlaub an der Küste verbringen. Hier gibt es viel zu radeln und auch neues zu sehen. Auch hier werden wir wieder von unseren Touren berichten, ob in Text, Bild oder Video.  
 
Eure traurigen Sandsteinjäger 

Sonntag, 2. Juni 2013

Zusammenfassend...

... ließe sich sagen, dass wir einen tollen Harzurlaub mit so einigen Raffinessen hatten. Zwar ließen sich täglich lange Hosen vertragen, aber wir hatten das Beste daraus gemacht. Da wir ja nun auch etwas weiter vom Harz-Zentrum untergebracht waren, hatten wir das Ein- und Auspacken der Fahrräder in das Auto weiter geübt und verfeinert, so dass wir nun in Weltmeisterform unsere Räder bestücken und weit hinaus fahren konnten. Das Auto war wieder mal ein praktischer Helfer, obwohl wir nicht eigentlich nur mit dem Rad unterwegs sein wollten. Es ging auch so. Wären zum anderen nicht meine Zahnschmerzen gewesen, es wären noch perfektere Radtouren geworden. Immer wieder musste ich kühlen, bis ich am letzten Tag endlich einen Zahnarzt aufgesucht hatte. Der verpasste mir ein außerordentliches Medikament. Nicht für den Kopf, nein direkt in den Zahn. Das war ein tolles Gefühl. Irre, gerne wieder.
Der Brockenbesuch hatte mir jeglichen Schmerz geraubt und in die Beine gesteckt. Na ja, es ging mehr in den Hintern. Ich hatte schon gedacht, dass mir die Polsterung der Hose verloren gegangen sei oder ich diese gänzlich zu Hause vergessen hatte. Auf dem Brocken war dann alles vergessen und ich würde es wieder so machen. Genauso.
Bei allen Abfahrten machte Katrin mir einige Sorgen, denn sie fuhr mit ihrem Cityrad die Passagen hinab als hätte sie ein Mountainbike. Tatsächlich kam sie immer wieder mit den Gedanken rüber. Sie hätte jetzt gern ein Touren-Fully. Hey, was waren das für Sprüche?
Wie sie gefahren ist, dass könnt ihr Euch dann auf unserem Harzfilm sehen, der in Kürze online gestellt wird. Der Harz in 10 Minuten zusammengefasst.
Überall war sie mit ihrem Rad zu finden. Entlang der Teufelsmauer, auf dem Brocken oder an der Rappbodetalsperre.
Mir selbst hat es natürlich auch riesigen Spaß gemacht und ich freue mich nun auf unseren Urlaub in der Sächsischen Schweiz mit Kamera und neuem Helm. Der Helm ist nun 6 Jahre alt und die Halterungen sind eingerissen. Notdürftig geklebt wartet er nun auf seinen Nagel an der Wand. Der Neue ist schon angekommen und wird ihn nun für die nächsten 5-6 Jahre ersetzen. Ich freu mich.
Es wird der 661 Recon Stealth in schwarz sein und er passt super zum Outfit und zur Kamera. Von hinten sieht es aus als wäre ich aus dem Ego-Shooter Halo entsprungen.
Nun hat uns hier schon längst den Alltag wieder im Griff und wir warten gespannt auf unsere Teilnehmer Unterlagen für das Radrennen in Dresden. Zudem haben wir neue Routen gefunden, die wir noch etwas verfeinern müssen. Tagtäglich wollen wir noch etwas für unsere Kondition tun. Nebenbei läuft die Baustelle, sprich den A... voller Arbeit und Spaß wollen wir auch noch haben.

Ein wartender Sandsteinjäger 

Donnerstag, 2. Mai 2013

Reise Reise

Frei nach den Worten von Rammstein gehen wir nun wieder auf Heimreise. Es war schön, das Wetter war toll und doofe Stunden hatten wir auch. Bis heute abend oder die nächsten Tage.

Von Sandsteinjäger Mobil gesendet

Mittwoch, 1. Mai 2013

Kurzpause

Jetzt auf der A24 stehen wir bei McDrive und ich hoffe das es gleich was zu mampfen gibt. Die letzten 128 Km könnte ich auch durchfahren, aber Katrins Blase macht nicht mehr mit. Und nen feuchten Sitz will ich nicht.
Wir fahren zwar der Sonne entgegen, aber wie ich mitbekomme soll es an der Küste etwas frisch sein. Da hatten wir im Harz heute früh schon milde Temperaturen.

Dienstag, 30. April 2013

Der Tag zum Vergessen


Was war das nur für ein Sch… Tag. Erst waren wir extra früher aufgestanden, um den Tag voll und besser auszunutzen, und dann ging es aber doch erst zum Zahnarzt. Teilweise geheilt und etwas ausgehungert konnte ich Katrin beim Essen nur zusehen. Unsere Reise sollte heute um die Rappbodetalsperre gehen, also fuhren wir zum Köhlerhof um diesen als Ausgangspunkt zu nehmen. Der Spaß begann schon mit dem Navi: „Biegen sie jetzt links ab“ und schon stand ich fast in einer Bushaltestelle. Wir hatten unseren Punkt gefunden und packten die Räder aus. Es ging los und durch unseren Verzug waren wir später dran als gestern. Das war doch schon perfekt.

Wir fuhren durch den Wald, eine Art Wanderweg der von den Gerätschaften der Baumfäller ordentlich zerfahren war. Erste Aussicht und Haltepunkt war Roter Stein. Ein toller Punkt bei dem man den Brocken und der Wurmberg, sowie die Ausläufer der Talsperre sehen konnte. Toller Blick. Ich nahm nun mein erstes Frühstück zu mir. Jetzt konnte der Tag beginnen, dachte ich jedenfalls. Hin und wieder meckerte mein Zahn und ich hatte damit arg zu tun. 
Wir schlichen bergauf und bergab durch unbeschilderte Wege und fanden dennoch die Talsperre. Was für ein Anblick des sozialistischen Bauwerks. Aber wenn man mal bedenkt welch Eingriff dieser Monumentalbau in die Natur hat, zweifle ich am angekündigten und beschriebenen „Naturschutz“. Dazu steht kaum noch ein Baum an den Hängen. 
Wir wechselten auf die andere Talsperrenseite und wollten unseren Radweg benutzen. Leider gab es weder Zeichen und Wegweiser. Dazu war dieser Weg noch durch Bäume versperrt. Also ging es weiter die Straße lang und dann ab auf einen anderen Weg der uns wiederum zu „unserem“ Weg führen sollte. Es wurde nur noch schlimmer, aber so langsam fanden wir uns damit ab was wir hier erlebten. Nach vielen Kreuzungen und hin und her standen wir vor einem Schild: „Der Brückenkopf der Staumauer wird derzeit saniert. Bitte benutzen sie die ausgeschilderte Umleitung“. Waaaaas? Jetzt geht’s aber ab. Nun noch eine Umleitung und die hatte es in sich. Ich hatte keinen Bock mehr. Keine Landschaft, keine tollen Wege und irgendwie wollte ich nur wieder zurück zum Köhlerhof. 
Der Tag zum vergessen, nur das ich uns auf dem Köhlerhof original Buchenholzkohle gekauft hatte. Na dann Mahlzeit.
(Da ich im Augenblick ziemlich geschafft bin, werde ich hierzu noch einen kompletten Abschlussbericht, sowie einen Film präsentieren.)

Gruß, die Sandsteinjäger

Montag, 29. April 2013

Eintausendeinhundertzweiundvierzig

 Heute früh packten wir erstmal unsere Räder ins Auto und fuhren dann nach Drei-Annen-Hohne. Von Drei-Annen-Hohne bis Schierke war aber ordentlich zu treten. Von dort aus sollte die Tour zum Brocken gehen. Zweigeteilt natürlich, denn Katrin nahm ab Schierke den Zug und ich die Straße zum Brocken. Insofern kann ich wenig über Katrin berichten, nur das sie einen Zug früher als geplant genommen hat und das bezweckt natürlich das sie auch sehr früh schon oben war.
Ich fuhr derweilen die Brockenstraße hinauf. Langsam und immer in einem Tempo. Kleine Ziele hatte ich mir gesteckt und die erreichte ich dann auch planmäßig. Alle 100 Höhenmeter zeigte sich ein Schild am Wegesrand und half mir diese brachiale Tour zu überstehen. Einige Passagen gingen fast waagerecht entlang, andere gingen steil nach oben und forderten alles Erdenkliche. Der Berg wehrte sich gegen meine Bemühungen.
Noch war ich auf der Brockenstraße allein unterwegs. Einen Biker traf ich an einer Brücke. Er pausierte gerade. Ich machte ihm unmissverständlich klar, dass wir uns oben sehen werden. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl das er mich noch einholen würde. Ohne Pause zog ich voran, aber irgendwann schmiss auch mein Bock mich ab und bettelte nach einer Pause. Zwei Minuten gab ich meinem Rad sich zu erholen, dann aber musste ich weiter. Ich wollte Katrin ja nicht warten lassen.
Nach vielen Kurven und Steigungen kam ich endlich der letzten Etappe entgegen. Hier trafen sich Pferdewagen und Touris an einer beliebten Stelle, um für viel Geld nach oben kutschiert zu werden. Jedoch kam ich dem Pferdewagen, der mittig die Fahrbahn besetzte, immer näher und ich dachte nur: „wenn du da jetzt vorbeifährst, nicht das die Pferde aufscheuen“.
Der Wagen kam immer näher und ich war gut 2-3 Km/h schneller als er. Wie auf der Autobahn, wenn sich zwei LKW überholen. Alles ging glatt.
Jetzt kam der Punkt an dem die Kräfte spürbar nachließen und der Energiepegel sprunghaft in den Keller ging. Nun musste mein Energie-Gel helfen. Schnell verschlungen und Wasser hinterher, denn der Pferdewagen kam schon wieder in Steinwurfweite. Jetzt befand ich mich aber schon auf der Etappe auf der sich viele Fußgänger tummeln. Also im Schlengellauf und mit einem Schnitt von 5-6 Km/h prügelte ich mich hoch. Ich spürte die Blicke der Fußgänger. „Kippt er gleich“ oder „soll ich schieben“, bis hin zu „alle Achtung“. Alles war mir Recht, sie hatten mich wenigstens bemerkt. Der Getränkevorrat neigte sich dem Ende und ich spürte den eisigen Wind der über die Klippen wehte. Keine Bäume mehr die Schutz boten. Ein Blick nach rechts – Weite, unendliche Weite bis zum Schleier der sich in der Ferne aufmachte. Aber sonst geile Sicht. War das hier etwa das, was mir das Horoskop versprochen hatte? Erstmal Katrin suchen, sie müsste ja seit einer dreiviertel Stunde hier sein. Hoch zum Punkt: Foto machen. Keine Katrin. Dann erblickte ich sie an der Fressbude und fuhr ihr entgegen. Sie hatte noch einen Zug früher erwischt und war also nun kurz etwas über eine Stunde hier auf dem kalten, frostigen und windigen Berg. So sah sie auch aus. Noch ging es mir in meinen nassen Sachen gut. Wir verspeisten eine lauwarme Erbsensuppe mit einer Edeka-Wurst und gingen dann noch mal zum Brockenfelsen. Und wen traf ich da? Der Biker von der Brücke. Er war gerade angekommen und fix und fertig. Ich kam mit ihm ins Gespräch und wir erzählten eine Weile während Katrin eine Runde über die Plattform drehte. Er kam aus Wismar – klein ist die Welt. Schnell noch Fotos für die daheimgebliebenen und dann gings ab in das Tal. Erst Straße und dann fuhr auch Katrin mit mir durch den Wald über Stock und Stein. Ihr war alles plötzlich egal (drecktechnisch gesehen). Jetzt wurde 7 Kilometer lang gerockt was das Zeug hielt. Nur bergab. Hier im Wald konnte man es endlich wieder aushalten und krachen lassen. Sofern die Sonne zu sehen war, wurde es auch mal warm am Körper. Wir sind da oben ganz schön durchgefroren worden. Leider waren wir zu schnell wieder am Auto, denn die Abfahrt war richtig toll. Im Auto war es aber richtig schön warm.
Geile Tour, kurz und steil.

Gruß, die Sandsteinjäger

Sonntag, 28. April 2013

Spaß mit Schmerzen auf dem Teufelstrail

Schon die Nacht zu heute war grausam. Anfangs dachte ich das ich mir eine Mittelohrentzündung zugezogen hatte. Ich enstschloss mich aber dazu, dass es doch nur mein Zahn sein sollte. Und dann die heutige Fahrradtour. Das kann ja heiter werden. Das musste ich durch.
Die Tour sollte von Quedlinburg aus über gute Wege nach Ballenstedt, Gernrode, Bad Suderode gehen, um dann als Höhepunkt die Teufelsmauer bei Weddersleben zu erkunden. Schon der Anfang erwies sich als schwierig. Überall werden die Radwege und Fernradwege angepriesen, aber keiner ist zu finden. Irgendwann hatten wir den Ortsausgang und den für unsere Richtung richtigen Weg gefunden, um endlich unsere Radtour zu genießen. Erstmal ging es aufwärts zu einer kleinen Hügelkette mit einem Wartturm. Von hier aus konnte man weit ins Land und über Täler hinweg schauen. Wo ein Tal war ging es also runter. Schöne Wiesenabfahrt mit Spaßfaktor für Katrin und mich. Selbst Katrin nahm den Fuß von der Bremse und zischte den Abhang hinunter. Angekommen im Ort der Burgruine fanden wir unseren richtigen Weg, der uns vorbei an Rapsfeldern die leider noch nicht blühten, an Schützenständen, Moto-Cross-Bahnen und eines Flugplatzes in das schöne Ballenstedt mit seiner Schlossanlage führen sollte. Nach einer kleinen Schinderei ging es endlich hinab, doch halt. Das Schloss lag auf einem Hügel mit einem riesigen toll angelegtem Garten mit Teichen und Springbrunnen.
Wir cruisten verbotener Weise durch die engen Wege hinauf zur Aussicht. Hier gab es endlich was zu essen. Schöne Grüße von ARAL. Da bei Subway heute früh noch gewischt wurde, war die Auslage bei ARAL schon längst wieder gefüllt. Hier bekamen was wir wollten. Einen tollen Mittagstisch. Katrin "mediteran" und ich "chinesisch". Die Schärfe brachte wieder Leben in meinen Zahn. Erst nach dem spülen mit Wasser und nach der Schmerztablette ging es allmählich wieder besser. Wir machten uns auf den Hügel zu verlassen und fuhren die gesplitteten Serpentinen wieder hinunter in den Garten.
Irgendwann fanden wir den Ausgang der uns in den nächsten Ort bringen sollte, bzw. den Weg der nach Gernrode führte. In Gernrode hatte der Bäcker mit frischem Kucken und Kaffee gelockt. Das war auch das Einzige was wir gefunden hatten. Keine Beschilderung zu unserem Weg zu finden. Wir irrten durch dieses Dorf und fuhren nach Sonne und Kompass. Irgendwie sollten wir doch hier raus kommen. Nach gut einer halben Stunde Testfahrt erreichten wir unser Ziel, nein Ziel war es noch nicht. Es war für uns ein Teilerfolg unseren Weg zu finden. Endlich machten wir Fortschritte und näherten uns mit großen Schritten und Reifenumdrehungen Neinstedt. Wieder kein Schild, keine Hinweise, nichts.

Erst links herum dann rechts herum und gleich nochmal von vorn. Wir entschieden uns dann doch für links und kamen auf unsere Straße zu, die wir gesucht hatten und die auch verzeichnet war. Es roch jetzt schon nach Weddersleben und seiner Teufelsmauer. Schmale Wege zeigten sich vor uns. Dahinter ein wahnsinniges Felsmassiv aus Sandstein. Ein Blick auf die Karte zeigte mir das nebenliegende befahren könnte. Die Teufelsmauer selbst war mit Stufen übersäet. Als Katrin von der kleinen Besichtigung wiederkam erzählte ich ihr meinen Plan. Erst etwas abgeneigt aber dennoch nicht "neinsagend" fuhren wir in Richtung Königstein, der etwa 300 Meter weiter liegt. Von hier blickten wir noch einmal in die Ferne und schauten uns das kleinere Massiv von dichten an. Perfekter Singletrail auf 300 Meter Länge und 30 cm breite. Hammer geil. Links das Massiv und rechts Abgrund. Wir warteten bis Fußgänger unten in Sicht kamen und starteten unsere Aktion.
Katrin erst vorweg fahrend ließ mich später vorbei und überquerte den Pass auf halber Höhe ein Etage tiefer. Ich konnte beobachten wie die Leute unten standen und uns beobachten konnten. Wahrscheinlich aus voller Neugier. Leider war dieses Highlight zu schnell vorbei und wir mussten wieder weiterziehen. Zurück in Richtung Heimat ging es über Wiesen und Felder.
Bei guten 12-9° schafften wir heute 40 Kilometer und unbekannten Terrain. Das war echte eine Erfahrung. Und morgen gehts zum Brocken hoch und mein Zahn schmerzt immer noch etwas. Mal schauen was das wird.


Eure Sandsteinjäger
(vielen Dank für Euren regen Besuche und fantastischen Kommentare) 

Samstag, 27. April 2013

Zu Besuch im kalten Thale

Eigentlich war es heute überall kalt. Als wir losgezogen sind wehte ein starker Nordwestwind mit Sprühregen uns auf die Sachen. Die Sachen hielten es zwar gut aus, aber erst als wir im warmen Bus nach Thale saßen, ging es uns beiden wieder etwas besser. Wir frusteten etwas da wir nicht wie geplant mit dem Rad los konnten. Also auf die harte Tour und Wandern gehen. Thale liegt nur 11 Kilometer weit weg und dort sollte heute der Walpurgis-Markt beginnen. Die Feiern gehen wohl dementsprechend über das Wochenende und enden dann in der Nacht zum 1. Mai. Wir versprachen uns sehr viel und studierten nach unserer Ankunft erstmal die Abfahrtspläne von Zug und Bus, um schnell in der Not diesen Ort verlassen zu können. Erstmal also Richtung Seilbahn "Hexentanzplatz". Katrin stotterte schon: "Nein ich will nicht..." und so weiter. Ihr kennt das bestimmt, wenn sich Frauen etwas in den Kopf setzen siehts nicht immer gut aus. Na ja, irgendwann ging es dann trotzdem zum Kartenschalter und wir kauften gleich für Hin- und Rückfahrt. Mutig mutig.
Die Hinfahrt war für meine Hand ein Graus. Abgedrückt durch Katrins Kraftreserven drückt sie mir das Blut aus den Adern direkt wieder in die Herzkammer zurück. Ich versuchte diesen Schmerz zu unterdrücken und hielt Katrin bei Laune. Sie hörte und sah nichts. Augen zu und durch. 
Wir streiften dann durch die Wälder bei einer Sicht von 50 Metern hoch zum Hexentanzplatz. Hier war schon alles vorbereitet für die großen Feiern. Glühweinstand, Mutzen und vieles andere warmes Zeug. Am Tiergehäge froren die Krähen am Gatter und baten um eine warme Spende. Die Bronzehexe und ihr Teufel bekamen Risse im Material und die Blüten der ersten Waldblümchen versanken wieder im Winterschlaf. 3° Celsius und nassige Naßkälte trieb uns wieder zur Abfahrt. Vielleicht war es unten besser.
Ein paar Downhiller fuhren den Roßtrappendownhill, aber großartig viele Touris waren nicht zu sehen. Die Therme dampfte vor sich hin und war wahrscheinlich überfüllt. Hier wärmten sich wohl einige auf. Katrin hatte schon richtig Lust auf Therme. So muss man erstmal frieren um Bock auf Warmwasserplanschen zu haben.
Wir bewegten uns eilig zum Fest und zur Fressmeile in mitten der Stadt. Erstmal eine schöne Bratwurst naschen. Als wir uns diese dann genehmigten gingen wir durch die von Händlern überzogene Gasse. Kinderkarussell, Pilzpfanne, Glücksanhänger, Jalosienverkäufer, T-Shirt-Verkäufer, Handyverträge u.v.m.   
Geil, das ist doch mal was. Solch Markt hab ich mir schon öfters gewünscht, wo ich gefragt werde ob ich ein Handy hab oder Hausbesitzer bin.
Schnell auf die Uhr geschaut und 17 nach ging unser Zug. Verlassen hatten wir nun Thale ein bisschen aus Unmut über die Veranstaltung, aber auch wegen des Wetters. Vielleicht hätten wir auch von hier aus ein schöne Wanderung starten können. Dafür hatten wir nun mehr Zeit zum Planen der nächsten zwei Routen, wenn wir denn nicht Pech mit dem Wetter haben werden. Drückt uns die Daumen.
Schöne Grüße aus nun trockenen Sachen senden Euch 
Eure Sandsteinjäger 

Was fürn Hunger

Nun hats uns in die 7 Häuser-Gaststätte verschlagen, bei der man für ein Foto eine Weitwinkellinse bräuchte. Während Katrin an ihrem Saale-Unstrut schlabbert, schreibe ich Euch was wir so machen. Katrin hat sich schon eine Mütze voll Schlaf gegönnt. Laut und deutlich. Wir lassen nun den Tag langsam ausklingen. Also bis nachher zum Tagesbericht. Es ist immer noch so kalt.
Von Sandsteinjäger Mobil gesendet

Kalt kalt kalt

Schöne Grüße vom gefühlten Weihnachtsmarkt einer Kleinstadt im Harz. Waren soeben auf dem Hexentanzplatz mit Sicht von guten 50 Metern. Das war auch, bis auf die tolle Bratwurst, ein echtes Highlight. Sitzen nun im Zug und wollen einfach nur zurück. Quedlinburg wir kommen. Uns ist kalt. 3 Grad waren es auf dem Hexentanzplatz. Schneefall wäre kein Wunder gewesen. Die Seilbahn auf und ab forderte Katrins ganzen Mut. Die Informationstante machte uns auch noch einen Strich durch unsere Fahrradtour. Na dann.
Von Sandsteinjäger Mobil gesendet

Freitag, 26. April 2013

Planungsrunde

Hallo liebe Fangemeinde,
heute schicken wir den ersten digitalen Gruß aus dem schönen Harz. Bei guten Temperaturen um die 20° näherten wir uns dem Mittelgebirge. Es war schon fast zu warm für uns Nordlichter. Die Fahrt ging völlig in Ordnung, nur das sich die gute Frau im Navi (nicht meins) 4 mal(!) geirrt hatte und mich aus dem Konzept brachte. Kreuzungen und Kreisverkehr erkennt sie nicht. Der Nachteil dabei: "Bitte folgen sie der Streckenführung", und das vor einem Kreisel ...
Ich hätte gern ein Update gehabt welches uns versprochen wurde. Egal, wir sind gut angekommen und haben die Einbahnstraßen von Quedlinburg kennengelernt. Hat man auch nicht immer.
Unsere kleine Einführungstour hatten wir auf Grund der androhenden Wetterlage leider abbrechen müssen und sind dann nur durch die Stadt gefahren. Wir sind durch die Fußgängerzonen und über Fußwege gecruist wie zwei Teenager. Seit 17.00 Uhr regnet es leider etwas und nass werden wollten wir auch nicht. 
Unsere Tour für morgen haben wir schon geplant. Es soll nach Thale und zur Talsperre gehen. Dazu haben wir eine Extra-MTB Karte gekauft die Katrin nicht gerade erfreut, aber irgendwie hat sie Blut über die Strecke zum Brocken gelegt. Ich denke mal sie ist gut drauf. Mental ebenso wie physisch. Sie zeigts nur nicht. Jetzt also noch ne Planungsrunde für die nächsten Tage und dann gehts ab die Koje. Also dann bis morgen.

Eure Sandsteinjäger auf fremden Terrain

Montag, 8. April 2013

Spätlingsanfang


Dieses tolle Wort für den verspäteten Frühlingsbeginn hörte ich heute morgen im Radio. Mit diesem Spätling geht es sofort in den Sommer über, der dann wohl in den nächsten Wochen folgen wird. Schön wär´s.
Heute wollten Roy und ich noch eine Runde drehen. Eigentlich war der gestrige Tag der bessere gewesen. Sonne pur – und heute? Langsam schoben sich Wolken über den Himmel und machten es ein wenig ungemütlich. Dazu kam der Wind aus Südost mit kräftigen Böen. Ich entschied mich also durch die Wälder in Richtung Süden und dann die öffentlichen Wege wieder nach Norden zu fahren. Roy war gezwungener Maßen einverstanden. Ihm blieb auch keine andere Wahl. Nächstes Mal fahren wir wieder Straße.
Die Waldwege waren wirklich schwer zu fahren. Der Schnee war oben angetaut und unten fest, und dazu festgetreten. Entweder kein Grip oder kein Halt. Roy hatte auch öfters keinen Stand mehr und kippte 3 Mal aus den Pedalen. Leider hatte ich den ersten Fall nicht mitbekommen und so ließ ich ihn an den gefährlichen Passagen auch vorfahren.
Es ging also am Bahnhof vorbei und hinein in das Gehölz. Wir fuhren unsere Lieblingsstrecke diesmal entgegengesetzt. Da man diese Strecke nicht oft so fährt wie heute, konnten wir unsere Kräfte nicht richtig einteilen. Ein Auf und Ab und dazu dieser Schnee. Immer dann wenn es mal wieder voran ging bremste uns etwas aus. Schnaubend erreichten wir jeden Hügel. Wie gut das ich mir zu Hause noch ein paar Kohlenhydrate in den Kopf geschmissen hatte, denn diese hatte ich jetzt bitter nötig. Roy nahm es auch ziemlich ernst und hatte sich in der Früh schon zum Frühschoppen einladen lassen. Auch eine Möglichkeit zum Aufbau.
Wir fuhren bzw. stürzten in Richtung Quellental und fuhren dann die Wiese nach Glashagen hinauf, um dann wieder durch das Quellental zurück nach Hohenfelde zu fahren. Welch Anstrengung uns noch bevorstehen würde ahnten wir nicht. Bevor wir in das Tal fuhren machte sich ein Schild bemerkbar. Anscheinend sollten Bauarbeiten stattfinden und das Betreten wäre dann auf eigene Gefahr… Die Brücken hat es vorletztes Jahr schon erwischt. Notdürftig habe ich dann zwei Brücken repariert und dies hält immer noch. Sonst ist hier nichts passiert. Welch´ unnötige Geldverschwendung. Jedenfalls passierten wir die Brücken und quälten uns durch das Quellental. Ein Pärchen kam uns entgegen und meinten dann zu Roy: „So möchte ich auch mal fahren können“. Wenn die wüssten wie oft der heute schon im Schnee gelegen hatte. Ich machte jedenfalls auch davon Gebrauch zu zeigen wie man einen Eisberg herunterfährt, in der Hoffnung sich nicht zu löffeln. Den beiden hat es Spaß gemacht uns zu zuschauen. Glaub ich jedenfalls. Nein, ich weiß es.
Es gab auch andere Begegnungen, z.B. die "Alten" am Bahnhof. Eine kleine Rentnertruppe besetzte die Straße mit ihren Rädern. Klar ist es schön durch eine Stadt zu fahren und sich von nichts stören zu lassen und sicherlich hätte ich nicht versuchen sollen zwischen hindurch zu fahren, aber Richtungswechsel sollte man anzeigen und auch einen Schulterblick durchführen gehört dazu. Ich wartete nur auf einen Zuruf, aber es kam nichts. Auf dem Film ist die Situation dann auch zu sehen.
Endlich waren wir dann auch wieder zu Hause. Nach einer Tasse Kaffee stellte ich mein Rad auch so wieder in den Stall. Am Wochenende muss ich erstmal wieder putzen.

Gruß aus dem Trainingslager
Ein Sandsteinjäger

(Der Film ist nun online - leider in einer schlechteren Qualität)

Dienstag, 5. März 2013

Christoph und der 40ste Roybär

Was die Sonne alles so bewirken kann?!
Schon am Samstag kam der Hauch des Frühlings in unsere Breitengrade, der sich aber auch schnell wieder verzog. So war eine Bike-Runde die bessere Lösung am Sonntag angebrachter als alles Andere. Den Startpunkt verlegten wir auf die Mittagszeit und hofften somit auf eine höchst angenehme Erwärmung der Atmosphäre. Um die 6° Celsius sollten es werden. Zeit für die kurze Hose? Na ja, ich ließ es lieber sein. So radelten der „Roybär“ und ich in Richtung Hütter Wohld. Die Straßentour vom letzten Mal wäre fatal wegen des Windes geworden. So wollte ich lieber in den geschützten und trotzdem sonnenreichen Wald. Hier war heute alles an Bodenzuständen zu haben. Von harten und noch gut gefrorenen, bis nur leicht mit Schnee bedeckten und zum Teil auch kräftig matschigen Verhältnissen war alles zu haben. Die kleinen Rinnsale mutierten zu Bachläufen. Überall plätscherte es und zeugte so vom Frühling. Die Vögel taten ihr übriges. Herrlich, es ist Frühling. Noch ein paar Wochen und es wird die Uhr verstellt, dann haben wir abends wieder eine Stunde mehr, um draußen zu sein.
Es ging gleich munter los. Locker und mit tüchtigem Wind im Nacken kam der Wald immer näher. Das war einfach, doch die kleinen Hügel im Wald jagte ich Roy dann hoch. Ich dachte schon mir würde die Puste ausgehen, aber ich fühlte mich wieder gut. Der Spaß kam auch nicht zu kurz. Dank meiner Kamera filmte ich fleißig mit und war schon mit meinen Gedanken zu Hause am PC, um den Film zu scheiden. Man muss ja vorausschauend filmen.
Da ich ja nun die Strecke sehr gut kenne, kann ich mir die Kraft auch so einteilen wie ich sie brauche. Zudem fehlte meinem Partner noch etwas an fahrerischer Technik. Das kostet dann nämlich Kraft und daher fragte er schon später „da geht’s doch nach Ivendorf“ und „geht’s in diese Richtung nach Althof?“. Er befürchtete wohl schlimmeres und wollte mich etwas bremsen. Das tat ich auch, ich brauchte ja auch noch Filmmaterial. Schlimm war nur das plötzlich meine Kamera ausfiel. Mist. Und das bei einer geilen Nahaufnahme. Was nun? Versuch macht klug. Die Kamera hat einen „Reset“ Knopf. Was man alles resetet, wusste ich nicht. Egal, ich brauchte ja Material. Klack und sie lief wieder. Ob ich irgendwelche Einstellungen damit veränderte hatte oder ob sie zurück in die Werkseinstellung springt war mir unbewusst, aber sie lief. Das Ergebnis würde ich später am PC sehen.
Weiter ging es auf und ab, durch Pfützen und enge Pfade. Selbst Bäche konnten uns nicht aufhalten. Die Kamera hielt alles fest. Im Nacken hörte ich schnauben und pusten. Ich befürchtete das Schlimmste. Hält er noch durch? Die kleinen Pausen zwischendurch hielten ihn am Leben, so dass ich am liebsten noch eine Runde gedreht hätte. Zum einen für mehr Filmmaterial und zum anderen für mehr nasse Sachen.
Nach vielen Metern und auf und ab war dann endlich Althof in Sicht. Der Tag war noch nicht vorbei, denn jetzt begann die heimatliche Hochdruckwäsche.

Die Roybär-Version gibts auch als Film.

Schlammige Grüße aus dem Wald
Roy + Christoph

Sonntag, 13. Januar 2013

Heiter teils wolkig

Schon seit gestern Abend fiel der Schnee, so wie es sich für Januar gehört. Dazu kam heute Nachmittag ein Hochdruckgebiet aus Nord-Ost. Das muss schönes Wetter geben. Schnee und Sonnenschein. Was Besseres gibt es doch nicht in dieser tristen Jahreszeit. Ein Telefonanruf und schnell wurde ein Termin zum heutigen Nachmittag klargemacht.
Erst gegen halb drei rollten wir leider vom Hof. Vor uns lagen 20 Kilometer auf Schnee bedeckten und leicht vereisten Wegen. Wir verließen Doberan und zogen durch den Wald in Richtung Heiligendamm. Der so beliebte Weg war matschig und leicht mit Schnee überdeckt. Schlammlöcher übersahen wir schnell und irgendwann war es völlig egal wie wir den Wald verlassen würden. Hauptsache es würde Spaß machen. Schnell vergingen die 6 Kilometer. Heiligendamm war geschafft. Nun noch schnell zur Seebrücke. Unsere Fahrräder mussten gezeigt werden. Hinterbau und Antrieb waren komplett in Erdbraun gehalten. Bei mir fällt es ja nicht so auf, aber an einem blauen Rad mit weißen Details achtet man schnell auf die Modderflecken. Der Rahmen war übersät mit schwarzen Punkten. Unsere Sachen sahen schlimm aus. Gäste, Touristen und Einheimische staunten da nicht schlecht was die beiden kranken Typen da auf der Seebrücke fotografierten. Warum fotografiert man eigentlich sein dreckiges Rad? Ich weiß es selbst nicht. Das bekommt dann jedenfalls Charakter.
Zudem wurde ich wegen meiner Helmkamera dauernd beäugt. Was da wohl an seinem Helm hängt, dachten wohl so einige. Es sieht ja auch aus wie ein Zielfernrohr. 
Nachdem wir dann auch Touri-Wünsche bezüglich Fotos erledigt hatten, zogen wir dann Richtung Heimat. Eigentlich wollten wir auf dem Damm bis zur Schleuse fahren, der war jedoch zu gut „gestreut“. Wir versanken im feuchten Sand. Also ging es wieder auf die Straße, die teilweise ganz gut vereist war. Jetzt wo die Sonne ihrem Tiefpunkt langsam entgegen kam, merkten wir schon die kalten Temperaturen in den Knochen. Mit einem guten 20er Schnitt ging es dem Wind und unserer Heimat nun entgegen. Wir fuhren nochmal durch den verschneiten Bachgarten und beendeten dann diesen kleinen Nachmittag.  

Ein Sandsteinjäger + Gaststar

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