Dienstag, 23. Juni 2015

Des einen Zinken ist des anderen Leid

Anfangs jedoch mit großer Skepsis gesehen, spielte das Wetter ganz gut mit. Wir hatten von allem etwas abbekommen, nur keinen Regen. Das war gut so. Mit dem Auto fuhren wir zum Bottinghaus, um von dort die Tour zum Pleschnitzzinken zu starten. Ich reihte mich mit Lenchen gleich vorn ein und wir stiefelten den Weg hinauf. Später ging es durch den Wald über einen Pfad und dann später steil hinauf zu einem ersten Aussichtspunkt. Es war beeindruckend. Katrin lag auf Knien, aber nicht um zu danken, sondern um Pflanzen zu bestimmmen, die wir angeblich im Garten haben. An der ersten Hütte konnten wir unsere erste Pause machen. Der Blick in das Ennstal war einzigartig. Wir blickten hinauf zum Gipfelkreuz des Pleschnitzzinken. Es war mit 30 Minuten angegeben. Innerlich meinte ich zu mir das es machbar sei. Sprachlich stapelte ich tief und sagte 45 Minuten. Micha musste ja auch unbedingt die Kiste Bier mitnehmen, die er tagtäglich bei sich trägt. Damit wird es so nichts. Er wollte in einer Stunde oben sein. 
Lenchen brannte das Gesicht. Im Augenblick konnte man nicht ahnen ob dies vom Wind, von der Sonne oder doch mehr die Anstrengung war. Auf den letzten Metern pustete die Kleine so stark, dass man hätte meinen können der Wind stammt von ihr. Ich tippte also auf die Naturgewalten, am Ende war es doch die Sonne die sich ab und zu etwas spärlich zeigte, aber dann mit aller Gewalt. Hinab ging es den Ostweg entlang in Richtung Alm. Wir mussten ja auch noch was essen. Vorher versuchte ich jedoch über ein letztes Schneefeld mit einem Sitzkissen hinab zu rodeln. Etwas langsam, aber dennoch von Erfolg gekrönt verließ ich die Bahn. Auf der Alm nahmen wir unser genüßliches Essen ein. Lecker. Dazu gab es Frischmilch. 
Beim Essen starten wir auf unser erstes Murmeltier und versuchten ein vernünftiges Foto zu machen.
Micha führte uns dann mit seinem Kombi wieder hinab ins Dorf mit künstlerischen Fahrtechniken. Katrin indes hielt ihren Kotzteller waagerecht, um bei Bedarf nichts zu verschütten.
Zu Hause wurde sich frisch gemacht und dann doch noch der Ofen angeheizt. Wir mussten später lüften. Es wurde doch etwas zu warm. Der Ofen lief.
Es war ein gelungener Einsteigertag für alle, der jetzt (Dienstagfrüh) die ersten Schäden an Knochen und Muskeln an das Tageslicht führte. Ich fühlte mich jedoch gut. Es kann weiter gehen. Im Augenblick liegen wir jedoch in den Wolken und es regnet.

Gruß aus der Hütte, eure Sandsteinjäger 

Montag, 22. Juni 2015

Auswärtsspiel

Unsere Zwei-Tages-Tour in Richtung Steiermark hatten wir verbunden mit etwas Kultur. Die Rostocker hingegen zogen die Strecke komplett durch und waren dann gegen 15.15 auch bei uns angekommen. Es erwartete uns ein Misch-Masch-Wetter. Regen, Sonne, Wind und 11 Grad auf 1200 Metern. Teilweise ungemütlich, aber dennoch schön. Wir hätten uns gern besseres Wetter gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Die erste große Wanderung unternahmen wir dann am Abend zur Pirklalm zur Nahrungsaufnahme. 5 Minuten entfernt. Wenn jedoch die Mädels weiter so essen, dann bekommen wir nie schönes Wetter. Micha versuchte noch alles zu retten und die Reste wegzuspachteln, konnte dann aber irgendwann auch nicht mehr weiter machen.
Jetzt ist Montag und ich konnte seit 6 Uhr nicht mehr schlafen und begann dann eine weitere Apokalypse in Sachen Kamin anheizen. Ich habe ja schon so einige Feuerchen gemacht, aber der Ofen will nicht so wie ich es will. Am Ende des Urlaubs werde ich es wohl schaffen. Heute machen wir eine Einsteigertour zu einer Aussicht. Nicht weit, aber wir wollen bis auf 2100 Meter hinauf. Wollen dann mal schauen was wir uns dann für die nächsten Tage zutrauen können und in wie weit der Muskelkater sich morgen bemerkbar macht. Fraglich ist auch bei wem.
Mit Fotos und weiteren Geschichten werden wir uns immer wieder mal melden.
Eure Sandsteinjäger und die Rostocker.

Montag, 25. Mai 2015

Wenn der Schwan sinkt ?

Unsere kleine Pfingsttour begann heute ziemlich spät. Am späten vormittag fuhren wir erst los. Was man sich anziehen sollte war bis dato nicht bekannt. Ich versuchte es mit kurzer Hose und einfacher Jacke, die mir dann irgendwann zu warm wurde. Leider war der Wind doch ziemlich frisch, die Sonne hingegen gab ihr Bestes. Wir fuhren diesmal über kleine Dörfer und Straßen und Feldwege. Fast verlassene Dörfer und Alpaka-Gehäge machten die Sache richtig spannend. Es lohnte sich wirklich, denn gegnerische Radfahrer brauchten wir hier nicht zu fürchten. Die erste große Pause machten wir dann in der Nähe der Crossbahn von Zweedorf. Mit Kartoffelsalat und Würstchen saßen wir in der Sonne und lauschten dem Motorengeräusch der Crossmaschinen, die uns an die alten Zeiten von Teterow erinnerten. Uns kam selbst später auf einem Pfad jemand entgegen, der sich auf seinem Bock freundlich bedankte nachdem wir Platz gemacht hatten. So geht´s auch miteinander. Am Salzhaff pausierten wir wieder und ich ging dann mal ins Wasser. Die 30 cm waren schon gut warm. Es reichte aber dennoch nicht für ein Vollbad. Nun waren wir kurz vor Rerik. Bis jetzt waren uns nur auf den Hauptverkehrswegen einige Radfahrer begegnet, um so schlimmer war das Erwachen in der Stadt selbst. Wo und wie die jetzt hier alle hergekommen waren wochten wir gar nicht wissen bzw. vorstellen. Der Hafen war rappelvoll. Kein freier Sitzplatz mehr. So fuhren wir dann nach einer kleinen Schleife direkt zum Bäcker Graf, der etwas oberhalb liegt. Was sag ich da, zwei Plätze nur für uns direkt im Windschatten und in der prallen Sonne. Jetzt erstmal wieder freimachen. Katrin holte Verpflegung und ich lauschte dem Minnesänger mit Vollakustik. Die Ein-Mann-Live-Show-Band gab alles und zauberte einen Knüller nach dem anderen aus dem Hut. "Wenn der Schwan singt" (oder sinkt) von Karat und Udo Lindenberg´s  "Ich mach mein Ding" waren nur einige Vertreter der Top 1000. Aber hier war wenigstens was los. Als der Interpret dann seine Künstlerpause antrat, traten wir von der Bühne und dann wieder in die Pedale. Querfeldein über Feldwege und Straßen fuhren wir in Richtung Kühlung, die uns den Weg etwas abschneiden sollte. Aber so langsam neigte sich die Sonne und es wurde frischer, so dass es in der Kühlung richtig kalt wurde. Kurz vor Doberan emfing uns der letzte Hügel dann mit offenen Armen. Den nahmen wir dann auch noch fast im Sprint, aber das war es auch für diesen Tag. Ich muss gestehen, dass es einen schöne, aber dennoch anstrengende Tour war. Zwar verließen uns noch nicht die Kräfte, aber der körperinterne Akku meinte schon an die Steckdose zu wollen. Der Hintern brannte etwas. Das könnte aber auch einem meinem Sattel liegen. Ich hätte da ja schon längst was unternehmen können, aber er sieht halt noch immer gut aus. Warum dann sich was Neues kaufen?
54 Kilometer bei artigem Wetter.

Route 3.048.692 - powered by www.bikemap.net

Noch ein paar Wochen und die Extremreise geht los.
Wir freuen uns riesig und die Lena ganz besonders.
Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 23. Mai 2015

Wieder mal was Neues

Ich habe nach langer Zeit wieder mal unsere Homepage aufgeräumt und komplett verändert. Es tat auch Not. Nachdem Katrin mir gesagt hatte, dass es mal wieder Zeit wäre und das sich ja gar nichts auf der Webseite getan hätte, nahm ich meine restliche Zeit in die Hand und schrieb und baute was das Zeug hielt. Anfangs war es natürlich schlichtweg verrückt die vorhandene Seite komplett umzubauen, aber es musste sein. Das alte Layout ist nun auch schon 3 oder 4 Jahre alt. Für eine Webseite schon fast steinalt wenn man den Lauf der Technik sieht. Neue Programme und andere Programmiersprachen halten Einzug und fordern auf, die Webseite flüssiger und besser zu gestalten. Jetzt habt ihr vielmehr Bilder und kleinere Geschichten die sich natürlich auch auf den Blog beziehen. Heute nun kann ich sie online stellen. Im Laufe des Tages hatte ich den letzten Feinschliff gemacht und werde natürlich auch in den nächsten Wochen weiterarbeiten und neue Seite erstellen. Inklusive der Bilder macht sie richtig was her. Ich hoffe das ihr euch mal wieder auf der Homepage verlauft und Eure Meinung im Gästebuch hinterlasst. Ich weiß das unsere Fangemeinde sehr groß ist.
Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 19. April 2015

Nachwuchs der Sandsteinjäger

Ja. Es ist soweit und es wurde auch Zeit. Wir hatten lange gesucht. Am Ende war auch schon die Farbe egal. Der Alte hatte uns die letzten Wochen tierisch geärgert. Der Entschluss da etwas zu ändern, fiel also nicht schwer. Sollte es wieder ein Skoda sein? Die jetzige Qualität lässt leider auch bei Neuwagen zu Wünschen übrig. Frei nach dem Motto "back to the roots" legten wir uns auf einen gebrauchten Golf fest. Mit noch mehr Platz geht es nun für uns und unserem Rad- und Wandermaterial in ein neues Jahr. Ab jetzt können wir tonnenweise Kartenmaterial und Ausrüstung mitnehmen ohne einen schlechten Gedanken haben zu müssen. Die erste große Urlaubsfahrt geht dann gen Austria. Unsere Freunde werden uns die Kalksteine zeigen. Vielleicht zeigen wir denen auch mal die Sandsteine? Ich denke schon.

Eure Sandsteinjäger

Samstag, 29. November 2014

Alle Jahre wieder ...



Wie versprochen, jedoch nicht im Termin liegend, stelle ich hier unsere kleine Reise im Zusammenschnitt und in der Kurzfassung dar. Als Erstes liegt da natürlich mein Sturz an erster Stelle, obwohl ich mir gewünscht hätte das es erstens nicht passiert wäre, zweitens wenn schon dann etwas spektakulärer und drittens wenn denn so, dann nicht so schmerzhaft und bescheuert. Katrin zitterte mehr als ich in diesem Augenblick. Der nächste Tag in der Klinik war dann auch nur Zeitvertreib. Aber schlussendlich hat uns dieser Tag den Zeitplan so durcheinander gebracht, dass wir dieses überbesetzte Wochenende besser planen konnten und so doch noch einen tollen Abschluss hatten. Alles in allem hatten wir dann zu unseren 254 Kilometern auch noch 2400 Höhenmeter bewältigt und das ganz ohne Auto. Einige Plätze und Wege waren uns wieder mal völlig neu. Diese lassen sich prima mit anderen Touren kombinieren. Selbst Mikulasovice hatte bei uns eine neue Chance bekommen. Diesen Ort hatten wir vor einigen Jahren bereits einen Besuch erstattet und wir waren sehr enttäuscht. Nun aber fuhren wir einmal durch den kompletten Ort. Es war schon beeindruckend. Das böhmische Land zeigt noch mehr Naturbelassenheiten, da man hier in den kleinen Dörfern nichts von Tourismus hält und auch nicht zu schätzen weiß. Jedoch wurden nun in der letzten Zeit viele Wander- und Radwanderwege sehr gut beschildert. Das System ist um so einige Dinge besser, da hier die Radwanderwege Nummern haben. Auch wurden viele Dinge mit in deutscher Sprache beschriftet. Deutliches Plus.
Das Wetter spielte uns mal wieder in die Karten. Nachts so um die 10°C, ziemlich feucht, aber tagsüber um die 20°-25°. Die Wege waren zum Teil matschig, da es in den Tagen vorher schon arg geregnet hatte. Der Nebel nachts tat dazu nichts Besseres bei und so kam es also auch dazu, dass ich mich an der Wiese mit heruntergefahrenen Reifen geledert hatte. Wir fuhren durch Wälder, über Wiesen, Schotterpisten und Baustellen. Letztere ließen dann unsere Räder richtig gut aussehen. Ich spreche von gut, Katrin hatte unterwegs immer ihren Lappen dabei.
Jetzt planen wir wieder für 2015. Im September geht es wie immer in unsere Sächsische Schweiz. Dieser Trip sollte auf Grund der ersten Tour im Juni eigentlich ausfallen, aber irgendwie geht das nicht. Wir können nicht anders und müssen wenigstens für eine Woche wieder in das Elbsandsteingebirge. Der Haupttrip führt uns 2015 in die Alpen. Mit dem Rucksack wollen wir bis auf 2500 Meter rauf. Extra hierzu haben wir uns, bzw. werden wir noch mit neuen Wandersachen bestückt, auf die wir all die Jahre verzichtet haben. Jetzt wollen wir wieder mal zu Fuß durchstarten. Und dazu braucht man natürlich einen größeren Rucksack und natürlich ne Menge Bargeld.
Unser letzter Urlaubsfilm ist fertig, aber leider noch nicht als Download bestimmt. Über die Weihnachtstage findet sich bestimmt mal wieder Zeit dieses und jenes an der Homepage zu machen. Vielleicht sollte ich mal eine "Best of" DVD mit den ganzen Filmen herausbringen.
Ich wünsche Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, schöne Adventstage und einen guten Rutsch in das Jahr 2015 und lasst Euch mal wieder auf der Homepage blicken.
 
Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 4. Oktober 2014

Abseits der Touristenfallen



Der letzte Tag war nun angebrochen. Im Nebel überfuhren wir die Elbe und mit dem Aufzug nach Ostrau hoch. Bereits hier hatten wir wieder den Wochenendansturm auf das Gebiet sehen und fühlen können. Nummernschilder von nah und fern machten sich bemerkbar. Das heißt auch heute waren die Hauptwanderwege deutlich überfüllt. Wir umgingen also diese Gebiete und zogen gen Hohe Liebe. Zwar war man auch nicht allein, aber es hielt sich in Grenzen. Hier auf den „unbekannten“ Wegen verliefen sich dann auch nur die Einheimischen und die jenigen, die sich hier auskannten. 
Wir kamen ins Gespräch mit jemandem der gerade von den Schrammsteinen kam. Er meinte, die Aussicht von dort glich einem Bahnhof. Da möchte ich nicht wissen wie voll der Bahnhof war. An den Gleisen zu den Zügen standen sie ja gestern auch schon an. Für die Gastronomie mag es sicherlich ein tolles Geschäft gewesen sein, doch uns erging es wie Warnemünde zur Hanse-Sail. Nichts wie weg. Es ging hinab über den Butterweg und Flößersteig bis zum Beuthenfall. Dort konnten wir die Straße queren und nahmen den erneuten Aufstieg in Richtung Mittelndorf in Angriff. Über die schönsten Wege und Plätze die wir so noch nicht gesehen hatten ging es auf eine riesige Wiese mit Heugeruch. Drei einsamen Hütten standen hier mit ca. 400 Meter Abstand. Der Name Hütte ist noch groß gewählt. Ein altes Ehepaar machte hier ihren Wochenendurlaub. Sie kamen aus Dresden und hatten es somit nicht weit. Gewaschen wurde mit Regenwasser, egal ob Geschirr oder Gesicht. Strom gab es in dieser Hütte nicht. Klo war ein kleines Hüttchen mit Herz. Das würde ich auch mal ausprobieren wollen für eins, zwei Nächte. Kacken muss man ja nicht immer. 
Die Aussicht auf die Affensteine und Schrammsteine entschädigt für den Luxus, den man sich sonst so gönnt. Wir lagen derweilen im Gras und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Verspeisten unsere letzten Nahrungsreserven und wanderten dann wieder weiter. Mittelndorf ließen wir hinter uns und gingen über den Panoramaweg in Richtung Altendorf, immer mit Blick zu den Felsen. Mein Schwesterchen würde diesen Weg mögen (Gruß nach Tessin). Vielleicht sieht sie ihn ja auch noch mal. Tolle Wanderung. Die Sonne zeigte uns den Weg. In Altendorf lockten uns noch eine Eierschecke und ein Milchkaffee an. Dann ging es weiter in Richtung Bad Schandau. Es ging so zurück, wie wir die Wanderung am ersten Tag begangen hatten. In Schandau war es wieder bitterböse voll. Die Raddampfer legten an und ab und die Fähre zum Bahnhof glich einer Flüchtlingsfähre im Mittelmeer. 
Wir schleckten unser Eis und schauten uns dieses Schauspiel wieder an. Die vorletzte Fährfahrt traten wir dann nach Hause an.


Eure Sandsteinjäger 

Freitag, 3. Oktober 2014

Zwergenhöhle und Klebstofftal




Wie schon die anderen Tage auch, starteten wir schon wieder vom Busbahnhof Königstein. Die Fahrt ging mit vielen anderen Insassen in Richtung Rosenthal. Wegen des Feiertags waren heute so viele Menschen unterwegs, man könnte meinen es sei der einzige Feiertag im ganzen Jahr. Wir wussten, dass zu diesem Wochenende viele Besucher hinzu kommen würden, aber soviel? Es war auf den Straßen echt grenzwärtig. Autos aus den umliegenden Kreisen, zugeparkte Parkplätze, volle Bahnen und Busse. So, als müsse man das Elbsandsteingebirge noch schnell vor dem herannahenden Weltuntergang noch einmal erblicken.
Die Endstation des Busses verließen wir zwei mit dem Rad in Richtung Bahratal. Als erstes hatten wir eine Sperrung auf unserem Weg, wegen Baumfällarbeiten. Diese sind Werktags, aber nicht am Wochenende. Also machten wir uns auf und durchbrachen die Absperrung und sausten den Waldweg hinab. Es kamen uns nun schon Wanderer entgegen und eine zweite Absperrung folgte, an der ich mich fast aufgehängt hätte. Die nächste Kreuzung war voller Wanderer. Jetzt wussten wir, dass es möglich sei hier gefahrenlos zu fahren, oder haben die Anderen auch die Absperrung einfach ignoriert? Ich denke schon, denn im hinteren Teil des Waldes fuhren noch ein paar Maschinen durch den Wald und machten ordentlich Krach. Wir schnurrten unseren Teil des Weges gnadenlos ab und fuhren wieder mal immer nur bergab bis nach Rosenthal hinein, doch wer nur bergab fährt muss irgendwann auch wieder rauf. Das machte sich dann auf den Weg nach Raum, ja so heißt der Ort, schon zum ersten Mal bemerkbar. Eigentlich war dies noch in Ordnung. Kurz vor einem Waldstück, auf dem wir einbogen, konnten wir dann beobachten wie Jäger bei der Maisernte Jagd auf die Schwarzkittel machten. Leider konnten wir nichts Grandioses sehen oder hören. Es ging hoch in einen Wald und die Landschaft wurde immer schöner und man konnte so richtig toll ins Land schauen. 
Wir bestiegen die Panoramahöhe und hatten hier einen tollen Rundumblick. Eigentlich wollten wir hier essen, was uns aber dennoch davon abgebracht hatte wissen wir nicht. Wir wollten wohl noch einen besseren Platz haben, der sollte jedoch auf sich warten lassen. Hinab ging es jetzt seicht in den Ort Langenhennersdorf, so lang so öde (meine Meinung). Hier war nichts. Haben wir etwas übersehen, die Zwergenhöhle vielleicht? 
Ja richtig, Katrin wollte immer mal den Wasserfall sehen, der hier so plätschert. Daneben soll die Zwergenhöhle liegen, die muss echt so klein gewesen sein, dass wir im Rausch dran vorbeigerast sind. Selbst am Wasserfall stand nichts dran, hätte auch eine Toilettenspülung sein können (na ja, etwas übertrieben). Es ging nun aber weiter in das Tal der Presswerke und Klebstofffabriken, sowie den Düngemittelwerken. Zweidrittel waren sicherlich nicht mehr brauchbar, andere Häuser abgebrannt oder verwahrlost. Das hier war der böse Teil der Tour, den wir uns wirklich hätten sparen können. Da ärgerte mich auch die Straßensperrung auch nicht mehr, die wir erreichten und ein Stück zurückfahren mussten. Aber wer nicht wagt... Jetzt wissen wir wie blöd der Weg ist. Zur Panoramahöhe gerne wieder jedoch nicht so. Irgendwie kamen wir dann nach Struppen und über Feld, Wald und Wiesen. Katrin wollte sich das Schloss anschauen. Das Schloss trägt auch nur noch seinen Namen: „Schloss“. Schnell weg und runter zur Elbe über Nauendorf und weiter nach Wehlen. Hier gab es dann für uns Kaffee und Kuchen. Über das überfüllte Rathen trieb es uns der Radweg nach Königstein. Mit der Fähre setzten wir über und fuhren nun im Schlussspurt nach Schandau. Katrin nahm sämtliche Hügel in einem Satz. Was hier heute auf den Wegen los war, ist einfach nicht zu beschreiben. Voll, voll, voll.
Der Arsch brennt nun nach 50 Kilometern und ich bin gespannt wie viele Höhenmeter das wohl waren. Die Auflösung der Touren wird es dann am Ende geben.


Eure Sandsteinjäger mit Völlegefühl

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Katrin bitte Folgen


Eine tolle kurze Tour hatte Katrin da ausgewählt, die man evtl. auch so zu Fuß gestalten kann. Zu aller erst ging es den Täppigsteig hinauf nach Kleinhennersdorf und dann weiter in Richtung Papststein (Schwesterchen kennt die Strecke) und dann weiter in Richtung Gohrisch. Die Waldwege waren sehr gut befahrbar und machen natürlich riesigen Spaß. Ein paar Wurzeln, softig, trailig und schön geschmeidig. Meine Hüfte machte da gut mit. Das Auf- und Absteigen war etwas Problembehaftet. Den Gohrisch ließen wir kurzer Hand liegen und fuhren weiter zu „Onkel Pauls Ruhe“, einer genialen Aussicht zum Lilienstein. Es ging dann über schmale Pfade in den Ort Gohrisch. Kurzfristig hatten wir beschlossen über „Die Folgen“ zu fahren, einer großen weiten Fläche mit viel Überblick und vielen Aussichtspunkten. Katrin bitte Folgen, ich bin der Letzte. Katrin fuhr voraus und wir umrundeten diesen Teil bei Gohrisch einmal. Es ging hier ebenfalls über schmale enge Pfade die richtig Spaß gemacht hatten. An einer Sitzgruppe machten wir dann Halt. Die große Mittagspause stand an und wir vertilgten unsere Mitbringsel. Nebel und Sonne wechselten sich ab. Die Sonne konnte sich aber nicht richtig durchsetzten und so blieb es etwas trüb, aber trotzdem warm. Als wir wieder fahren wollten merkte Katrin, dass dem Reifen etwas Luft fehlte. Sollte sie trotz der guten Reifen über einen Dorn gefahren sein, bzw. sollte er jetzt doch plattbar sein? Auch das noch und dann noch hinten. Bei der Nexus 7 macht es besonders viel Spaß den Reifen zu wechseln, gerade dann wenn man nicht mehr weiß wie man die Schaltung von der Achse löst. Wenn man das geschafft hat, bekommt man diese nicht mehr drauf. Das hatte ich schon mal.
Was haben wir beide da draußen nun in der Wildnis getüftelt und probiert. Zu erst fanden wir das Loch nicht, da haben wir einfach einen neuen Schlauch genommen und die alte Decke nach einem Dorn untersucht. Nichts. Das hatten wir dann schon mal. Doch diese Schaltung… Am liebsten hätte ich den Scheiß hingeschmissen. Immer wieder derselbe Mist. Nur weil Frau Rücktritt fahren möchte. Nach einer Stunde kam mir dann die Gewissheit, erst so, dann so, dann so, zack fertig und falsch rum. Noch mal raus und jetzt aber richtig. Zack fertig. Ich sah trotz der Handschuhe aus wie ein Schwein. Darauf hatten wir uns aber was verdient. Rann zum Bäcker in Gohrisch und erstmal Kuchen und Kaffee. Da war dann die verlorene Stunde wieder Sch… egal. Dann ging es wieder weiter in Richtung Königstein zur Schönen Aussicht, welchen ihren Namen nun leider schon verloren hat. Vor lauter Bäumen zog es uns weiter und kamen bald zur nächsten Aussicht, die zwar nicht verzeichnet ist, aber dennoch ihren Namen verdient hätte. Einen Super Blick hatten wir hier auf Lilienstein und Festung Königstein.
Jetzt kam noch mal etwas für den Kick so zwischendurch. 10 und 15% Gefälle erst auf einer Wiese und dann auf blankem Asphalt. Katrin hatte schon bammel, aber ich war mir da schon etwas sicherer. Ich hatte mir nämlich nen neuen Reifen aufgezogen und die Bar-Zahl etwas verringert. Das war super gut und super geil.
In Königstein leistete ich mir noch was Schönes zwischendurch und weiter ging die Fahrt zurück nach Bad Schandau an der Elbe entlang. Wir fuhren den alten Weg linkselbisch, da dieser jedoch ausgebaut wird, hatten wir arg zu kämpfen. Ich war mit dem Schlamm eigentlich schon gut bestückt. Jetzt das. Schlammlöcher und Matsch wohin das Auge reicht. Das war doch was. Katrin musste und mich störte es herzlich wenig. Immer wieder musste ich die Heckkamera vom Dreck befreien. Ich fuhr vor und Katrin folgte mir in einen etwas weiteren Abstand. Teilweise war es eklig. Gefühlte 2 Kilo Dreck schleppte ich mit mir herum. Die Leute gucken und reden schon. Wie schön, endlich mal.
Die Räder mussten wir dann zu Hause erstmal mit Wasser reinigen, weil wir morgen mit dem Fahrradbus fahren werden und es mit einem etwas gereinigten Rad versuchen möchten. Katrin meinte: „Morgen ist Feiertag“. Na gut.

Eure Sandsteinjäger 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Schmerz lass nach ...



…dachte ich mir heute früh. Einerseits freute ich mich heute sehr auf unsere Wandertour, andererseits wäre es wohl besser gewesen doch ins KKH zu fahren. Man weiß ja nie was wirklich passiert ist, zumal es zum Abend immer schlimmer wurde. Ich konnte mir nicht mal die Socken ausziehen, da ich das Bein nicht beugen konnte. Meine Mutter wollte mal, dass ich ein Mädchen werde. Und ich bin es auch geworden, nur stark unrasiert. Daher fuhren wir ins Krankenhaus und saßen uns dort die Zeit tot. Gegen Nachmittag linderten sich die Schmerzen und ich wurde aufgerufen. Als Diagnose stand dann nach nochmaligem Warten nichts fest. Also ich hatte nichts. Weder der Oberschenkelknochen hatte eine Fraktur, noch waren die Bänder und Muskel arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Es gibt lediglich kleine Verletzungen im Gewebe die durch das Verdrehen entstanden sind. Dazu hatte ich dann noch IboProfen (o.ä.) als Geschenke-Box für die nächsten drei Tage bekommen. Die sollte ich dann einnehmen und starkes Auftreten vermeiden. Daher wird es wohl kein Wandern mehr geben. Wir wollen dann noch ein paar Radtouren drehen. Kühlen soll ich auch, aber womit? Ich hab da noch Katrin´s „Mann un Fru“ aus dem Eisfach. Das würde auch gehen.
Schaut her, bin ich nicht ein toller Typ der immer wieder aufsteht und weiter macht? Diese Hindernisse werfen mich nicht aus der Bahn. Demnächst gibt es hier den Oberschenkelknochen in 3D als Download zu sehen. Ich hoffe ihr findet ihn toll. Bis zum nächsten Bericht.

Eure Sandsteinjäger 

Dienstag, 30. September 2014

Brandmeldung


Heute sollte es zu einem alten Ausflugsziel gehen, welches wir bereits schon gesehen haben. Es ist eine kleine Tour, bei der doch die Erholung eine Rolle spielen soll. Zwar gibt es auch wie anderswo ein auf und ab, aber die Länge spielt eine große Rolle.
Wir standen wie schon fast üblich wieder morgens zur selben Zeit am Bahnhof, um unseren Zug in Richtung Sebnitz zu nehmen. Wir stiegen jedoch in Ulbersdorf aus. Von hier aus ging es nach Lohsdorf. Leider fehlte heute irgendwie die Sonne. Ein Mischmasch aus Wolken-Nebelbrühen-Mix trübte den Himmel. Es war aber dennoch nicht kalt und der Wind war auch nicht so zu spüren, da wir diesen heute mal im Rücken hatten. Vorwärts, vorwärts. Endlich in Lohsdorf angekommen entschieden wir nun den alten Verbindungsweg nach Hohnstein zu fahren und die Strecke über Ehrenberg auszulassen. Ehrenberg hätte uns sehr interessiert, da dieser einen tollen Bäcker hat. Stattdessen kämpften wir uns diese Straße weiter hinauf. Jetzt war schon Hohenstein im Blick und es war noch früh am Tag. Wir hatten in dieser kurzen Zeit schon einige Kilometer gerissen. Es ging also zur Burg im Zentrum. Dort machten wir unsere erste große Pause. Katrin lief zum Bäcker und holte uns „Coffee to go“ zum mitnehmen, nebenbei fütterte ich die Spatzen mit unserem Entenbrot, welches wir schon seit Tagen mitschleppen. Danach fütterten wir uns mit all unseren Leckerein und dem warmen Kaffee. Es musste dann irgendwann weitergehen und wir packten zusammen. Wir verließen den Fuß der Burg mit leidenden Gesichtern. Es ging wieder teuflisch bergauf in Richtung Brandstraße. Über den Brandrücken ging es zur Brandaussicht. Selbst heute war diese gut besucht und wir hatten mächtig zu klingeln und zu rufen, aber da hat sich diesmal keiner beschwert. Zurück nahmen wir wieder die tolle Abkürzung in Richtung Napoleonschanze, die ein wenig illegal ist. Wir hatten aber die Räder geschoben und können uns so keinen Vorwurf machen. Auf der Lichtung angekommen ging es dann in Richtung Gipfel. Mit der Aussicht war es heute nicht so, aber da mussten wir heute durch. Während dieser Pause holte Katrin noch Kuchen heraus. Den hatten wir dann eifrig verspeist. Irgendwie hätten man sich hinlegen können. Auf der harten Bank lehnten wir uns Rücken an Rücken und versuchten mal ein Päuschen zu machen. Ich konnte mich nicht beschweren, es war windgeschützt und angenehm. Katrin aber jaulte nach 5 Minuten, dass sie so nicht sitzen könne usw.
Es ging nun abwärts. Über die lange Wiese ging es hinunter ins Tal, wo dann die Straße nach Bad Schandau beginnt. Tolle Abfahrt und macht immer wieder Spaß. Bis auf die letzten Meter. Die Wiese war ganz schön rutschig, das merkte ich bereits während der Fahrt. Das Wasser spritze immer wieder hinauf, so dass ich auch wusste, dass es nass sein könnte. Am Ende der Strecke stand ich schon fast und da riss mein Hinterrad herum und mein Bike schleuderte mich auf die Wiese. Ich kippte und schlidderte in Richtung einer Pfütze, kam aber schnell zum halten. Was meint ihr wie schnell Katrin unten war. Krankenwagen, tatüt tata? Nein, alles in Ordnung. Dem Rad geht’s gut. Ich habe mir nur die Bänder an der Hüfte etwas gedehnt, aber das wird schon wieder.
Danach ging es dann weiter hinab die 12% Gefälle Straße. Ha, die musste noch sein, das geht sicherlich. Bis nach Schandau fuhren wir die Straße, die dann später sogar wegen Bauarbeiten gesperrt ist und wir die Straße für uns allein hatten. Da kann man auch mal mit 50 km/h in der Mitte fahren.
In Schandau kauften wir noch ein und fuhren dann nach Hause. Morgen gibt’s einen Fußmarsch, damit wir auch mal später aufstehen können. Langsam geht’s an die Substanz. Wir werden doch alt, oder sind zu schlecht trainiert.

P.S. Für die diesmal entstandenen Rechtschreibfehler übernehme ich keine Haftung. Sie werden in Kürze beseitigt

Eure Sandsteinjäger 

Montag, 29. September 2014

Mikulasovice´s zweite Chance

Das Wetterchen begann so wie gestern. Mit Nebel und Sonnenschein stiegen wir aus dem Bett. Der Wetterbericht sagte wieder gutes voraus. Mit ca. 24°C sollte es heute durch den Tag gehen, doch diese Temperatur hatten wir dann nur im stickigen Zug, der uns nach Mikulasovice brachte. Die Stadt die früher auch das Böhmische Solingen genannt wurde empfing uns wieder mal auf einem Bahnsteig der besonderen Art. Ich glaube die Menschen hier freuen sich nur, dass der Zug überhaupt fährt. Alles andere ist doch egal. Ich selbst will ja auch nicht hier auf dem Bahnsteig meinen Urlaub verbringen, doch irgendwie wird einem schon mulmig wenn man sein Bike in die Hand nimmt und aus dem Zug springen muss, um diese Höhe zwischen Zug und Bahnsteig zu überwinden. Es gibt sogar Bahnhöfe, nein Haltepunkte nenne ich sie, da kann man nur aus der vorderen Tür aussteigen. Der Haltepunkt ist dann halt nicht so lang wie er eigentlich sein sollte. Bei diesen Temperaturen wachsen dort auch alle Arten von Pflanzen und sieht damit aus wie ein Bio-Vorgarten. 
Jedenfalls mussten wir nun durch den Ort Mikulasovice. Früher eine reiche Industriestadt, heute ein Ort der an einer Straße liegt. Teilweise stehen hier immer noch schöne alte Häuser an der Straße und ziemlich versteckt an den Hängen. Die Straße führte uns zur alten Messerfabrik wo heute noch immer Messer der Extraklasse verkauft werden. Immer weiter und weiter, als schien der Ort kein Ende zu nehmen, reihten sich nun noch einige Fabriken ein. Die Straße zeigte langsam ihr wahres Gesicht. Stetig ging es nur bergauf, selbst als der Ort nun zu Ende war, war von einer Abfahrt nichts zu sehen. Wir machten Pause an einer Dreifaltigkeitskirche, die auch als Dreieck gebaut worden war. Leider ist dies nur noch eine Ruine, hat aber an Wirkungsgrad immer noch nicht verloren. Es ging jetzt wieder weiter in die nächste Ortschaft und immer weiter bergauf. Ich schaute auf mein GPS Gerät, welches mir dann verriet, dass wir gut 8 Kilometer bereits rauf gefahren sind. Das muss doch irgendwann ein Ende haben? Und wie… Das Schild deutete es an: Bahnübergang und gleichzeitig 12% Gefälle. Was zuerst kommt wäre egal, beides schien gefährlich. Es näherte sich eine Warnbake und dann kam der Übergang. Obwohl alles in Ordnung schien, schaute ich doch lieber mal nach. Dann kam die Abfahrt wofür wir 10 Kilometer lang gekämpft hatten. Das oben beschriebene Gefälle inkl. 2 Doppel-S-Kurven, die mir persönlich auf der schlechten Straße die Tränen in die Augen steigen ließen. Jetzt nur nicht die nächste Abzweigung nach Kopec wegen des starken Adrenalin-Spiegels verpassen. Schnell und kalt war es. Note empfehlenswert. Nun ging es durch den Wald in Richtung Kopec, einem verschlafenen und niedlichem Örtchen, wo der alte Großvater mit der Sense klappert und die Heidi mit den Tieren spielt. Es roch nach Heu. Das war so ein Nest ganz weit weg vom Alltag. Man muss sich nur den Überlebensgeist mitbringen.
Von Kopec aus ging es wieder zur Grenze zurück. Lange fuhren wir durch den Wald der so mystisch war. Bei Daubitz machten wir die große Pause. Es war Mittagszeit. Wir hatten Hunger und ich immer noch Kopfschmerzen. Die Pause tat gut. Aber die Sonne blendete mehr anstatt sie wärmen sollte. Immer noch waren Schleierwolken am Himmel zu sehen und Wind frischte teilweise auf, so dass es an einigen Stellen richtig frisch war. Hinter der Grenze machten wir uns auf nach Hinterhermsdorf, aber nicht die übliche Strecke hinauf, sondern über den Schäferräumicht. Einer Bergauf-Passage, die wir uns wahrscheinlich nicht noch mal vornehmen werden. In einem Schlengelkurs führte uns dieser dann zur Emmabank. Hier pausierten wir dann wieder. Die Sonne blendete mich und der Wind kühlte uns etwas aus. Egal, schön war es trotzdem. Katrin tüftelte an einer neuen Route, die uns zurück nach Schandau führen sollte. Irgendwo in Hinterhermsdorf bogen wir dann links ab und durchfuhren ein kleines Gebiet, in dem man eigentlich nicht mit dem Fahrrad fährt. Das sollte eigentlich so sein und wir halten uns auch daran, doch was Katrin dazu bewegte diesen Weg zu nehmen um abzukürzen, dass weiß ich nicht. Immer Sommer hatte sie sich noch beschwert als wir den Damengrund bei Pötzscha gefahren sind (mit Treppen und wilder Abfahrt). Der allerdings lag nicht in der Kernzone. Aber na ja, wir sind durchgefahren und das war es auch schon. Jetzt hatten wir den Anschluss an den Radweg im Nationalpark erreicht und fuhren an der Kirnitzsch entlang, bis wir dann auch endlich zur Straße kamen, die uns weiter nach Schandau führen sollte. Wir wurden auch immer schneller, denn wir hatten irgendwie Kaffeedurst und ein wenig Appetit. Wir hauten uns den Milchkaffee zwischen die Ohren, also in den Kopf, und verschlangen unser Eis.
Das war es mal wieder für heute und mein Tacho zeigt 45 Kilometer an. Die Höhenmeter bekomme ich noch raus und trag die dann nach.

Eure Sandsteinjäger

Sonntag, 28. September 2014

Steinig und Schlammig

Nebelschwaden machten sich über das Elbtal breit, als die Sonne sich am frühen Morgen zeigte. 7°C zeigte das Thermometer als wir uns auf den Weg zum Zug machten. Ab Königstein fuhr unser Fahrradbus dann weiter, der uns zur Ausgangsstation brachte. Beim Verladen mühte sich der Fahrer sehr meine Breitreifen in die Vorrichtung zu klemmen. War alles mal wieder für Spalttabletten hergestellt worden, genauso wie all die Fahrradständer der Republik. Irgendwie passte es dann, das Rad wackelte nicht mal mehr und das war auch gut so, denn die Straße war übel und grottenschlecht zugleich. Nach der Schütteltour ging es dann endlich richtig los. Wir bestückten die Räder mit den vielen Kameras und anderen Geräten und zogen durch den Wald. Wir nahmen wieder die kleine Abkürzung, welche diesmal sehr schlammig war. Katrin schien es nicht zu stören. Der Nachteil war nur, dass die Baumwurzeln sehr rutschig waren. Mich hätte es zweimal fast erledigt. Da helfen auch keine Stollen an den Reifen. Eine Rehfamilie kreuzte unseren Weg. Es ging dann wieder auf die Straße und weiter in den Ort unterhalb des Schneebergs. Schnell noch mal gesammelt und dann ging es wieder hinauf. Ohne Pause wollte ich mal hinauf fahren, leistete Katrin aber einmal Gesellschaft nachdem sie wieder einen Wadenkrampf vom Schieben bekam. Wir beide trafen uns dann an der Dresdner Aussicht wieder. Heute war viel los auf der Strecke. Wir waren auch nicht die Einzigen die sich dieses Plateau mit der höchsten Erhebung des Böhmisch-Sächsischen Sandsteingebirges ausgesucht hatten. Während wir uns über die schmalen Trails bewegten, konnte man in das Böhmische Land schauen. Decin lag unter einer Nebeldecke die allmählich verschwand. Dennoch war dies ein toller Anblick. Zudem spielte das Wetter heute richtig mit. Langsam aber sicher stiegen die Temperaturen um die 20°C. Hier oben war es etwas windiger als im Tal, aber das kennt man ja. Die Abfahrt ging dann wohl oder übel über den steinigen Trail, den die Downhiller lieben. Zwei von denen trafen wir auf dem Gipfel und sie fuhren Treppen hinunter die es hier so gab, trugen Motorradhelme und waren auf ihren Bikes ein bisschen witzig. Ich trag doch nicht mein Rad hier hoch, um damit die steinige kurze Abfahrt zu nehmen. Sie waren jedenfalls begeistert. Katrin auch wieder, denn für uns beide ging es jetzt an´s Eingemachte. Katrin fuhr mir hinterher. Immer wieder kamen knackige Passagen, die auch sie gut meisterte. Irgendwann kam dann auch die steile steinige Abfahrt. Wir trugen die Räder, bzw. Katrin nahm mein Rad und ich durfte dann die gefühlten 40 Kilo das kurze Stück tragen. Es waren nicht mal 100 Meter, dann konnten wir aufsitzen und weiter durch den aufgeweichten Boden fahren. 
Wir ließen Maxdorf hinter uns und fuhren durch das Böhmische Tor, dann ging es diesmal weiter in Richtung Zirkelstein. Hier hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Schrammsteine. Ich reinigte mich grob nachdem ich eine Pfütze, die in einer Kurve lag, übersehen hatte und mit guter Geschwindigkeit flott durchfuhr. Mit dem Versuch zu bremsen bin ich dann gescheitert und schlitterte einfach so durch. Katrin meinte das es toll aussah und sie im Schein der Sonne alle Regenbogenfarben gesehen hatte, inkl. dem braun der Pfütze und es sollte noch besser kommen. 
Nachdem wir unseren Kaffeedurst gelöscht und die Kameras vom Dreck befreit hatten, besuchten wir eine Anhöhe in Reinhardtsdorf. Eigentlich waren wir auf dem Weg zur Kleinen Bastei, wollten dann aber nicht weiter und verweilten hier an dem Platz, wo wir das gesamte Massiv der Schrammsteinkette betrachten konnten. Langsam ging die Tour dem Ende entgegen. Eine Abfahrt mussten wir noch bewältigen. Von Reinhardtsdorf zurück in Richtung Krippen über eine neue Straße mit knapp 60 km/h in den Ort geballert, ja geballert. Auf dem Rad ist das so sch… schnell. Nun ist´s dunkel und draußen wieder kalt. Morgen geht’s dann mit dem Zug ins Böhmische mit neuer Routenführung. 
Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 27. September 2014

Ankunft

Endlich..., jetzt läufts wieder. Nachdem ich schon den ganzen Nachmittag, bzw. die freie Zeit hier versucht hatte meine Kiste in Ordnung zu bringen, scheint nun doch wieder alles Problemlos zu laufen. Mein Laptop streikte und ist wahrscheinlich ebenso urlaubsreif wie wir. Dem werde ich dann zu Hause Beine machen und zeigen wer der Herr über die Datentechnik ist. Sonst gehts ganz gut. Der Sandsteinjäger-Thread über WhatsApp wird auch schon in allen Sprachvarianten und Jargons sehr gut angenommen. Da nun alles richtig (oder auch nicht) funktioniert schreibe ich einen Kurzbericht über die letzten Stunden. Nach 4:44 h sind wir hier angekommen. Die Sonne schien und vertrieb die restlichen Wolken. Der dritte morgentliche Kaffee schien nun endlich zu wirken. Ich war hundemüde. Der gestrige Arbeitstag schlug auf mein Gemüt, so dass ich alles noch mal im Traum überstehen musste. Ich war froh als ich im Auto saß und nicht mehr träumen musste. Jetzt begann der Urlaub. Wir bezogen unsere Wohnung und da begann schon der Ärger. Katrin legte sich ins Bett und wollte schlafen. Ich beschäftigte mich mit der Technik, die ja nicht so recht wollte. Irgendwann schmiss ich den Mist hin und mich dann ebenso ins Bett. Eine Stunde Schlaf sollte helfen. Danach gingen wir in die Stadt ins Café, aßen ein Stückchen Kuchen und gingen eine kleine Runde über den Schloßberg und deren Ruine. Eigentlich wollten wir gegen 7 essen gehen, aber gegen 5 schon ärgerte uns der Magen so sehr, dass wir unsere Gaststätte aufsuchten und unsere Nahrung zu uns nahmen.
Alles in allem hatten wir wieder Wahnwitziges aus den Gesprächen mit nehmen dürfen. Zum Beispiel ob man eine Bootsfahrt die Kirnitzsch hinauf machen kann. Dabei stellten wir uns vor bei den "Oberen Schleusen" bei den Kahnfahrten einzusteigen und ein Wochenticket bis Bad Schandau zu kaufen, inkl. Rafting an den verschiedenen Schleusen und Sperrwerken. Kenner wissen das es an diesem beschaulichem Fluß keine Bootsfahrt geben wird. Annika und Christian haben darin gebadet und konnten nicht mal richtig abtauchen. So ihr lieben, somit habt ihr einen kleinen Kurzbericht über den ersten Tag bekommen. Morgen geht es dann erfrischt in den kompletten Erlebnistag mit super Wetter.
Achso, ich war allein kneipen. Das Wasser war so kalt, einge haben mich gesehen, weh hats getan, doch leider geil.

Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 30. August 2014

Immer wieder Darß

Diese Tour hatten wir anders geplant und sollte eigentlich von Graal-Müritz über Barth wieder zurück nach Graal-Müritz führen. Ich konnte am PC die Route nachvollziehen und kam auf eine satte Strecke von 92 Kilometern. Das war heftig und ich schmiedete den Plan von Wieck aus mit der Fähre nach Bodstedt zu fahren und somit die Strecke um 20 Kilometer zu verkürzen. Zwar gab es keine Steigungen und schlechte Straßen, aber dennoch wollte ich keine Riesentour mit Micha unternehmen. Der würde mir noch zusammenbrechen und ich wäre schuldig.

So fuhren wir durch Graal-Müritz in Richtung Strand. Hier ging es weiter immer unterhalb der Düne. Die Ostsee konnten wir riechen aber nicht sehen. Anstatt das wir mal die Seite wechselten um auf das Meer zu schauen, jagten wir über den Radasphalt. Die Strecke war nicht voll, aber immer wieder hatten wir Probleme zu überholen. Selbst wenn man nebeneinander fährt kann man doch Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen. Dann wird man auch noch schief angeschaut wenn man schneller ist als, und sich vorher bemerkbar macht. Damit aber muss man wohl leben solange es Touristen auf dieser viel besuchten Halbinsel geben wird. In Windeseile waren wir in Wustrow. Wir fuhren durch das alte Wohngebiet von Wustrow mit all seinen kleinen Häuschen und kleinen Gassen. Weiter ging es dann über den Deich nach Born. Von hier aus hatten wir einen tollen Blick auf den Bodden. Leichter Nieselregen begleitete uns bis nach Born. Ab hier schien dann die Sonne und heizte uns bis Wieck ein. Der Ort war gut gefüllt, aber trotzdem konnten wir uns noch frei bewegen. An einem Festplatz in Wieck war buntes Treiben angesagt und wir konnten hier unser Fischbrötchen genießen. Wir hätten auch schon ab Born die erste Fähre nach Bodstedt nehmen können, aber das war uns zu früh und so fuhren wie gesagt weiter nach Wieck. Dort erlebten wir den Spaß des Jahrhunderts. Zwar war ich mit zwei Kameras gut bestückt, jedoch waren wir beide so geschockt, dass wir es beide vergessen haben. Das wäre der Youtube-Knaller der Woche gewesen. Die Geschichte begann so, dass jemand mit seinem Zeesenboot ablegen wollte. Sein Boot lag genau an der Hafeneinfahrt. Praktisch gesehen, Motor an, ablegen, raus fahren und ab geht’s. Er machte nur einen bösen Fehler, auf den auch viele weitere folgten. Der Wind drückte in den kleinen Hafen und die Segel waren gesetzt. Zu guter letzt löste die Mitfahrerin das Seil am Bug. Gleichzeitig drückte der Wind in die Segel und das Boot drehte sich quer in die Hafeneinfahrt. Der Sonntagskapitän versuchte nun sein Schiffchen mit aller Gewalt wieder in die richtige Richtung zu bringen. Vollgas rückwärts und Ruder in die falsche Richtung – Vollgas vorwärts und Ruder wieder falsch. Er war dann so mit seiner Sache beschäftigt, dass er die Länge seines Bootes unterschätzte und mal rückwärts in ein anderes Boot fuhr. Vorwärts ebenso. Jetzt wurde es laut und die Scharen bewegten sich zum Ufer, um zu zusehen wie der Depp im Hafen seine Schüssel versenkt und vorher seine Schnecke über Bord schmeißt. Dreimal noch fuhr er gegen andere Schiffe. Der Wind hatte es nun geschafft (er auch), dass sein Boot nun am Ende des Hafens angelangt war. Mehrere male wurde er aufgefordert seine Segel herunter zu nehmen und es dann zu versuchen. Er machte sich dann auf und Frauchen ging an Steuer. Das war dann der Gau, denn sie ließ den Kahn dann gleich ohne Gas zu geben direkt in den Nachbarn ballern. Jetzt wurden an Land Wetten angenommen ob er es noch heil aus dem Hafen schafft, ob er überhaupt einen Schein hat, bzw. das es nicht mal sein Boot sei. Mit einem Kopfschütteln betraten wir unsere Fähre und konnten dann später sehen wir es wirklich geschafft hatte das Boot aus dem Hafen zu kriegen. Da nun später auch starker Regen aufkam und der Wind für ihn sehr ungünstig stand, denken wir heute noch an ihn. Er wird es an diesem Tag sicherlich nicht mehr in den Hafen geschafft haben.
Wir indes machten nach einer halben Stunde auf der anderen Seite fest. Ich wurde mit meiner Helmkamera begutachtet als sei es wirklich immer noch etwas Außergewöhnliches. Ich machte dem Bootsmann jedoch klar, dass dies nur meine Zielvorrichtung sei, um Pedelecfahrer von der Bahn zu schießen. Er nickte wohlwollend ab.
Der Himmel zog sich langsam wieder zu und wir mussten nun auch noch gegen den Wind fahren, der aus Süd-Westlicher Richtung kam. Es dauerte ein Weilchen bevor wir richtig in den Tritt kamen. Problemlos konnten wir hier die Straßen befahren, ohne Angst zu bekommen überfahren zu werden. Was blieb uns auch übrig. Waldweg gab es erstmal nicht. Erstmal.
Es ging durch Neuendorf und weiter und weiter. An einem Hafen konnten wir, während es regnete, unser Mittagessen genießen. Kartoffelsuppe mit Würstchen.
Nun mussten wir auch weiter, denn die Zeit drängte. Zwar fuhren die Züge ab Graal-Müritz alle Stunde, aber der Zug um 19.00 Uhr musste geschafft werden. So schnurrten wir nun unsere Kilometer ab und kamen Ribnitz immer näher. Plötzlich eine Schlechtwetterfront vor uns, die wir genau ausmachen konnten. Sie kam genau auf uns zu. Wir bogen ab in Richtung Langendamm, einem ruhigen verschlafenen Ort und konnten uns hier in dem Vereinshaus unterstellen. Wir hatten jetzt wieder Pause und naschten unsere Provianttüten weg. Als es etwas heller wurde machten wir uns wieder auf, um dann doch noch in den Regen zu fahren. Wir warteten kurz und zogen uns um. Während dessen faselte Micha irgendwas von klingeln und großen Hupen. Mein Gott. Dem fehlte wohl etwas Abkühlung. Jetzt ging die Party richtig los. Anfangs ungemütlich, hinterließen wir nun unsere Spuren im nassen Asphalt. Dabei versuchte sich die Sonne zu zeigen. Der Horizont wurde heller und heller. Der Regen war warm und daher machte es uns auch nichts aus weiter zu fahren. Das Zentrum umfuhren wir jedoch wie schon besagt. Es ging direkt noch mal zum Saaler Bodden heran. Die Elektro-Musik aus Pütnitz wurde immer lauter. Irgendwann quälten wir uns auf den Panzerplatten entlang und entkamen so wieder dem Wald, der nur meinen nassen Bremsen zu schaffen machte. Das mischte sich nun mit feinem Sand und hobelte den Bremsstein glatt. So langsam aber bekamen wir es mit der Angst zu tun. Ich selbst wollte den Zug ab Graal-Müritz nehmen, wollte aber andererseits natürlich nicht auf diese tolle Landschaft am Saaler Bodden verzichten. Ich spreche also von der Umleitung, welche aber wiederum eine Umfahrung des Regenzentrums war. Was soll man sagen.
Jetzt kamen wir Ribnitz im vollen Tritt immer näher und als wir endlich durch waren, war uns eigentlich klar das wir den Zug um 8 nehmen müssten. Vielleicht hätte man es dann doch schaffen können, aber da waren ja noch die Mädels. Dessen Anruf kam ja prompt, als wir immer noch nicht zu Hause waren. Es wurde schon gewartet. Das brachte uns aus dem Tritt und dann kam noch die Bemerkung, dass angeblich der Zug um 8 nicht fährt. Ups. Sollte ich so dämlich sein? An alles hatte ich gedacht. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen. Die Mädels riefen wieder durch. Es war nun kein Konzept mehr drin. Kein Tritt kein Antrieb. Sie wollten uns nun abholen. Na ja, wenn es denn sein muss. Ich war mir aber völlig unsicher ober der Zug wirklich fuhr. Aber wenn da der Konjunktiv nicht sein würde. Angekommen in Graal-Müritz ca. 10 Minuten nachdem der Zug abgefahren war, machten wir uns gleich an die Abfahrtstafel und siehe da, der Zug sollte wirklich fahren. So hatte ich es mir gedacht. Während wir dann Scherze machten und die Mädels dann auch auf den Parkplatz fuhren, fuhr wiederum der Zug in den Bahnhof. Jetzt hatten wir wieder freie Wahl, obwohl der Micha liebend gern mit dem Zug gefahren wäre, er nahm jetzt das Auto das ihn bis vor die Haustür fuhr.

 
MfG Christoph

Dienstag, 26. August 2014

Zwischendurch

Eigentlich wollten wir uns nach der ersten Urlaubsrunde noch mal melden, bzw. einen Post hinterlassen. Dazu kam es leider nicht mehr. Ich saß danach nicht mal mehr auf meinem Rad und habe es nur im Stall von links nach rechts geschoben (damit es so aussieht als wurde es bewegt). Endlich in der letzten Woche wollte ich mit dem Roybär noch eine Runde drehen. Keine Vorbereitung, kein Check am Rad, einfach losdüsen in Richtung Ostsee. Nach 200 Metern war dann auch Schluss. Nicht das es uns nicht mehr gut ging und wir völlig ausgepowert waren, nein, mein Hinterrad bewegte sich nicht mehr. Stillstand. Davor hatte es schön laut geknackt. Jetzt war es endlich wieder mal passiert. Auf einen größeren Schaden habe ich ja nun eigentlich noch gewartet. Es ging zurück in die Gagage. Von weitem näherte sich ein kleines Unwetter. Sollte das Glück sein? Vor kurzem schien noch die Sonne. Wir schafften es noch in die Garage. Erstmal setzen nach der Strapaze. Es fing an zu regnen an.
Das Hinterrad ließ sich nur schwer ausbauen, denn der Lockring hatte sich gelöst und verklemmt. Jedesmal wenn ich die Achse festzog, drückte ich den Lockring immer über das Gewinde drüber und so entfernte ich die ersten Ringe des Gewindes langsam aber sicher. Diese fand ich dann auch als Span wieder. Das Ding war hinüber. Aluminium ist ja besser weil leichter. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt. Ich stöberte den alten Lockring aus Stahl noch auf, reinigte alles schön und baute unter Aufsicht von Roy, der bereits bei der Flüssigkeitsaufnahme war, alles wieder zusammen. Das Rad wiegt nun 9 Gramm mehr. Das ist gerade so mit meinem Gewissen zu vereinbaren. Ich war aber immer noch nicht zufrieden. Alles knirschte und knackte. Das ich das vorher nicht mitbekommen habe wunderte mich sehr. Hier war der Dreck des Sandsteingebirges wieder zu finden. Ich nahm zu guter letzt die Spannrollen auseinander und reinigte und fettet diese. Eigentlich sollten es schon längst neue werden, doch diese sahen noch gut aus. Also 15 € pro Rolle gespart.
In knapp einem Monat geht es wieder los. Für eine Woche in unser Gebirge. Vorab jedoch werde ich selbst noch ein paar Runden drehen. Mit dem Michi geht es wieder auf große Fahrt. Nachdem er sein Rad gepimpt hat und nicht weiß wohin mit der ganzen Kraft, habe ich ihn zu einer Tour eingeladen. Es soll von Graal-Müritz auf den Darß gehen und dann weiter über Barth und Ribnitz-Damgarten zurück nach Graal-Müritz. Anfangs dachte ich das diese Tour eine gemütlich Runde werden würde. Wenn da der Konjunktiv nicht wäre. Tatsächlich soll diese Pipi-Runde 90 Kilometer haben und 77 Höhenmeter besitzen. Da wird nach 6 Stunden der Hintern ganz schön brennen. Da muss ich mein Rad noch etwas leichter machen. Nur wo? Die Reifen werde ich tauschen, schafft gut und gerne 500 Gramm bei den Schlappen.
Am Ende hoffe ich nur das wir gutes Wetter und wenigstens kein Wind haben, denn dieser wird uns mächtig ärgern können.

Ein Sandsteinjäger in Lauerstellung 


Dienstag, 8. Juli 2014

Mit dem Finger auf der Landkarte

In der letzten Nacht hatte es leider ohne Regen etwas Gewitter gegeben, aber bedauerlicher Weise ohne merkliche Abkühlung. Heute früh schien die Sonne mit solch einer Kraft, dass man es an der Luft nicht aushalten konnte. Wir mussten drin frühstücken. Auf Grund der Hitze von 31°C, die auch noch in eine schwüle Phase überging, änderten wir unseren Plan. Kleine Rundtour mit schneller Einkehrmöglichkeit, da es um 13.00 Uhr anfangen sollte zu regnen. Wir zerredeten so lange unseren Plan bzw. Pläne, bis wir entschieden hatten zu Haus zu bleiben. Ich legte mich hin und schlief noch mal weiter. Katrin war noch mal im Dorf. Es hatte wirklich nicht genutzt irgendwas zu machen. 13.45 Uhr ging das Unwetter endlich los, nachdem wir nur noch darauf gewartet hatten. Es wurde ja immer schwüler und in den Nachbarorten hatte es schon ordentlich geballert. Nur bei uns nicht. 
Jetzt sitzen wir hier in der Bude und regenerieren, was eigentlich auch nicht schlimm ist. Diesen Pausentag hätten wir mal in der Mitte der Urlaubszeit haben sollen, dann wäre es uns wahrscheinlich besser ergangen. Wir verdrücken nun unseren Kuchen und unsere geschmierten Brötchen als Brotzeit und da wir noch packen müssen, sollte es bald mal aufhören, aber der Tag ist noch lang und vielleicht drehen wir noch eine kleine Erfrischungsrunde, um nicht in eine langweilige Restzeit zu verfallen. Es hat sich deutlich abgekühlt und wir können nun endlich mal wieder die Bude lüften. Viel getan haben wir bis jetzt also nichts außer mit den Fingern auf der Landkarte rumzufahren, um uns ein Ziel für heute zu suchen, welches wie schon beschrieben ausgefallen war. Vielleicht kommt ja noch ein Erfolg - das werden wir dann aber berichten.
 
Eure Sandsteinjäger