Viele liebe Grüße Eure Sandsteinjäger
Sonntag, 11. Juli 2010
Über Stock, Stein und Wiesen
Viele liebe Grüße Eure Sandsteinjäger
Samstag, 10. Juli 2010
Hitzefrei
Jedenfalls hatten wir uns einige Vorschläge gemacht, die jedoch auf Grund der Temperatur ins Wasser fielen. Ob mit dem Zug, Bus oder komplette Hin- und Rückfahrt mit dem Rad. Alles war zu anstrengend.
Eure schwitzigen Sandsteinjäger
Freitag, 9. Juli 2010
Schattenspringen
Und da, die Erlösung - ein Schild mit der Aufschrift "Basteikraxler". Geniale Idee, denn der Kraxler hat einen Hänger für Fahrräder mit bei und sollte uns nun nach oben befördern. Hoffentlich sieht uns keiner. Mir war es schon etwas peinlich, doch ich wollte insgeheim zur Bastei, wollte aber auch gleichzeitig Rücksicht auf Katrin nehmen. Was tun? Da kam der Bus als tolle Alternative.
Vorher machten wir dem Busfahrer klar das wir vor der Bastei austeigen möchten. Er ließ uns an der Abfahrt zum Uttewalder Grund raus. Von hier aus fuhren wir zur Bastei allein und selbstständig weiter und machten an der Basteiaussicht auf "dicke Hose". Tatsächlich wurden wieder gefragt ob wir hier die Strecke heraufgefahren waren. Was soll man da wohl sagen. Immer cool bleiben als sei die Bastei die einfachste Strecke der Welt. Zumal wir den Weg in den vorhergehenden Jahren ja schon geschafft haben.
Ab 19.00 Uhr mussten wir schon bei Füssels sein, denn sie hatten uns zum Grillen eingeladen. Es war einfach super. Wir haben lange erzählt und den Abend mit Glühwürmchen ausklingen lassen. Helmut hatte sie für uns ab 22.30 Uhr bestellt.
Fazit: Trotz der Hitze war es mal wieder ein toller Tag - 33 Km
Viele liebe Grüße, Eure Sandsteinjäger
Donnerstag, 8. Juli 2010
Komplikationen am Unger
Zuerst fuhren wir mit den Rädern bis nach Schandau zum Bahnhof, denn ab hier fuhr der Zug nach Sebnitz. Wir stiegen bei netten 26° um 11.00 Uhr aus dem Zug in Amtshainersdorf wieder aus. Wir wollten den kurzen Gehsteig-Weg in Richtung Unger nehmen. Angepriesen als Gehsteig sind hier so manche Wege, doch dieser war wirklich einer. Mehr als die Hälfte des Weges haben wir den Berg hinauf geschoben. Abwärts würden mir die 320 Höhenmeter vom Ort bis zur Berggaststätte auf dem Unger schon eher gefallen. Kurz vor dem Ziel machten wir eine längere Pause. Der erste Teil der Pause bezog sich auf essen und ausruhen. Der unfreiwillige zweite Teil bezog sich leider auf meine Hinterradbremse. Sie war fest und ließ sich nicht mehr lösen. Dies lag nicht an der Hydraulik (witzig), nein - am Bowdenzug waren drei einzelne Drähte gerissen und verkeilten sich in der Bremsleitung. Diese sprang daher nicht mehr in die Ausgangssituation zurück. Kein vor, kein zurück - Schlussfolgerung: FEST!
Da unsere Tour zur Napoleonschanze gehen sollte, blieb uns nichts weiteres übrig als in Hohnstein einzukehren und dort nach einem Fahrradgeschäft zu suchen. Das hieße also für mich: Keine Experimente, Bremse abklemmen und ab nach Hohnstein. Nur mit einer Frontbremse versteht sich. Teilweise gibt es Gefälle von 5 - 10%. Übung macht den Meister. Wir fuhren dann über Ehrenberg in Richtung Hohnstein. Katrin war immer voraus. Ich musste mich auf die Geschwindigkeit konzentrieren. Bloß nicht zu schnell werden. Es gab Streckenabschnitte in denen Katrin deutlichen Vorsprung hatte. Während der Abfahrt in das Nest Hohnstein freute ich mich bereits auf neue Bremszüge. Die Ernüchterung kam jedoch im Ort selbst, als uns gesagt wurde das es so etwas hier nicht gäbe. Also sollte jemand eine Geschäftsidee entwickeln wollen. Ein Fahrradgeschäft in Bad Schandau und Umgebung lohnt sich auf alle Fälle.
Und nun begannen Katrin und ich die Reparatur mit eigenen Mitteln auf dem Marktplatz vor der Jugendburg. In filigraner Kleinarbeit lösten wir die Aufgabe und die Knoten im Bremszug. Klaus sein altes BW-Taschenmesser schneidet sogar Draht und leistete mal wieder großen Dienst. Nach der Reparatur gab es noch ein Stückchen Eierschecke und dann ging es hinauf zur Napoleonschanze. Auf Grund der Steigung und des schmalen Pfades kamen wir nur langsam voran, sprich wir mussten schieben.
Oben endlich angekommen legten wir uns in die Sonne und in den Schatten, vertilgten unsere letzte Nahrung, machten ein paar Fotos und dachten schon an den Abend. Ich hatte bereits jetzt schon wieder guten Hunger. Vorerst mussten wir jedoch die Napoleonschanze, wie bereits im letzten Jahr, herunterfahren. Dann ging es über die steile Straße durch Porschdorf in Richtung Bad Schandau. Hier besorgte ich mir neue Bremszüge. Anschließend ging es nochmal zum Brunnen, um unsere anfänglichen Sonnenbrände zu kühlen. Die hatten wir uns trotz großer Vorsicht geholt. Ist aber noch lange nicht so schlimm im Vergleich zu dem, wenn Gitti aus der Sonne kommt.
33 Km bei Sommer, Sonnen, Sonnenschein
Eure Sandsteinjäger
Mittwoch, 7. Juli 2010
Sie nimmts sportlich oder ein Nachmittag auf Krücken
Bis heute abend.
Nachmittag auf Krücken
Dienstag, 6. Juli 2010
Geschwächt über den Rauenstein
Fazit: 29 Km bei angenehmen Temperaturen.
Montag, 5. Juli 2010
Auslandsaufenthalt
Fazit: Schöne ruhige 48 km in 4 Stunden reiner Fahrzeit.
Sonntag, 4. Juli 2010
Kleine Sonntagsrunde
Die schwitzigen Sandsteinjäger
Samstag, 3. Juli 2010
Public Viewing bei Füssels
P.S. Tolles Spiel der Deutschen Nationalmannschaft.
Mittwoch, 30. Juni 2010
Reisefieber
P.S. Sofern ihr Euch mit Kommentaren zu den Texten melden möchtet, schreibt diese bitte als "Anonym" und schreibt einfach nur euren Namen dazu. Oder ihr besitzt eines der Konten die ihr angeben müsst um einen Kommentar zu verschicken. Danke.
SJ
Donnerstag, 10. Juni 2010
I´ll be back
Weiter ging es über den engen Pfad, der einige Hindernisse besitzt, immer tiefer in den Wald. Freudig kam ich der ersten Zone vor dem Naturschutzgebiet entgegen. Das NSG beginnt dann sichtbar am Ivendorfer Weg. Vorab hätte ich mich fast wieder gelöffelt, da mein Hinterrad an einer Steigung auf Bucheckern keine Haftung mehr hatte und wegrutschte. Da stand ich und hatte wieder mal ein kurzes Stück zu schieben. Na wenn das heute so weiter geht…
Von Formschwäche konnte heute jedenfalls keine Rede sein. Ich war gut motiviert und bis jetzt hatte meine Pulsuhr noch nicht einmal angeschlagen. Die Pausen zwischen den Trainingstagen tun also sehr gut. Ideal für die letzten 22 Tage bis zur Reise in die Sächsische Schweiz. Mit den Gedanken im Urlaub genieße ich die anstrengende Fahrt auf den Pfaden, wo sich trockene Wege mit Modderlöchern abwechseln. Die Sonne zog ihre Bahn in Richtung Horizont. So langsam wurde es dunkel und wie von einem Faden gezogen, durchfuhr ich meine Bahn in Richtung Althöfer Wiese. Ganz ohne Pause hatte ich den Berg erreicht und ich war froh als ich endlich ein letztes Mal „oben“ war. Nun ging es über die Heuwiese. Dabei blieb natürlich alles freiliegende und freifliegende am Bike hängen. Noch in Althof selbst staunten die mir entgegenkommenden Dorfbewohner warum ich mich so getarnt hätte. In Doberan selbst fiel es mir auf, dass ich mit Dreck beklebt und mit Gras übersät war und befreite mich noch während der Fahrt von dem Zeug bevor ich in meine Straße einbog. Ich konnte ja nicht sicher sein wer mich noch sehen könnte.
Geile schnelle Tour (13 km in 53 Minuten, Höchstpuls 161)
Ein Sandsteinjäger
Sonntag, 6. Juni 2010
Weg ohne Ziel
So zog ich von dannen und obwohl die Temperatur bei 22° C lag, erfrischte mich der Wind sehr. Anfangs war es sogar unangenehm kühl auf der Haut. Doch in den Sonnenbereichen konnte ich mich dann wieder aufwärmen.
Heute, so dachte ich, wird keiner meinen Weg kreuzen. Da lag ich aber richtig falsch. Den Anfang machten 2 typische Hundegassigeher, die den 5 Meter breiten Weg für sich und 3 ihrer pinkelnden Freunde brauchten und sich später für die Ausbremsung entschuldigten. Auf selber Strecke dann ein paar Rad-Ausflügler die sich richtig quälten den Plattenweg im Wohld hinauf zu kommen. Da ich mal wieder den Anfang zu stark angegangen war, pustet ich schon sehr, und kam der kleinen Kolonne aber zu schnell nahe. Ich wollte diese erst auf einer Geraden überholen. Doch ehe ich mich versah schoben die ersten, die Anderen wurden daraufhin langsamer, dann sprang der Eine wieder auf. Ruck-Zuck saß ich denen schon im Nacken und das kurz vor dem Fuße eines Berges. Jetzt oder nie. Bevor wieder einer vom Rad springt und ich dann vielleicht drüber fahren müsste, zog ich jetzt mit aller Macht vorbei bzw. ich holte den benötigten Schwung. Der Puls sprang schon in den 160er Bereich – gleich wird Schluss sein – ich fühlte es schon im Oberschenkel – zu wenig Sauerstoff – und das am Berg. Endlich war ich dabei vorbei zu ziehen. Ich musste nun weitermachen bis ich um die nächste Ecke war, dann konnte ich erst wieder durchschnaufen. Das hatte oben angekommen viel Kraft gekostet. Dann waren auch schon die ersten Fußgänger zu sehen, die im Familienschritt (Vadder stapft voraus und Mudder hält die artigen Kinder in Schacht) meinen Weg kreuzten. Jedenfalls war kein Grund zum klingeln mehr, denn die hatten mich auf Grund meines Schnaufens schon früh bemerkt und machten artig für mich Platz. Ich jedoch bog rechts ab und verschwand in der Waldidylle so schnell wie sie mich auch bemerkt hatten. Danke... *grins*
Weiter ging es in Richtung Brückenteich wo die bösen Tiere gehaust hatten. Schon von weiten sind die Spuren der Eisentiere zu erkennen, die sich Tag für Tag durch den Wald kämpfen und mehrere Tonnen Holz pro Tag als Nahrung brauchen. Zeit zum freiwilligen Absteigen oder zum „Aufdiefressepacken“. Immer weiter ging es in den Wald, immer tiefer in das Gehölz, immer entfernter aus dem Gebiet der Eisentiere. Schnell schlängele ich mich über die 20 cm breiten Wege der Biker und finde mich gut zurecht. Irgendwann kreuze ich den Ivendorfer Weg und den Totenweg. An letzterem kurze Fotosession und ein Blick in die Runde: da, tatsächlich haben sich hierhin welche verirrt.
Etwa 150 Meter von mir entfernt fuchtelten die Beiden mit der Radwanderkarte umher und zeigten in alle Himmelsrichtungen. Das ist ne ernste Sache dachte ich, überlegte kurz und fuhr den zwei Profis entgegen. Ich malte mir schon aus das es Sachsen sind, obwohl die bei diesem Wetter eher am Strand sind als im Wald. Als die Beiden dann mich fragen wollten, bot ich schon meine Hilfe an, denn wer sich im Hütter Wohld verirrt, fährt am besten die gleiche Strecke zurück und versucht es anders oder gar nicht. Der erste Blick: Voll ausgestattet und teurer Trekkingräder, alles dabei was man als Radwanderer haben muss. In guten 10 Minuten erklärte ich den zweien den Wohld und den Weg nach Ivendorf, inkl. Umleitung bei Staugefahr und auf welche Baustellen zu achten ist. Alles Weitere wollte der Typ, der auch bei Rose.de bestellt, dann so machen wie ich gesagt hatte. Zudem sprachen die Beiden auch ein gutes Hochdeutsch. Das war dann natürlich eine tolle Erkenntnis für den Tag, nichts falsch gemacht zu haben.
Langsam und schnell näherte ich mich dem Ausgang des Wohlds, zog über die frisch gemähte Althöfer Wiese. Zum Schluss lockte noch einmal wieder das Cepelingehölz. Der Spurt führte mich zum Bahnhof, durch die Wiesen und dann nach Hause.
15 schöne Kilometer in 1 Stunde Fahrzeit.
Ein Sandsteinjäger mit neuem Logo
Montag, 24. Mai 2010
Pfingsttreten durch die Kühlung
Ab Reddelich ging es dann in Richtung Jennewitz. Hier begann auch der Einstieg in die Kühlung. Endlich wieder eine Abfahrt mit einigen Schikanen auf den Waldwegen – herrlich für mich, aber anstrengend für Katrin. Die schmalen Reifen und die langen Kurbeln waren des Öfteren ein Gefahrpunkt, aber dennoch meisterte sie ihre Sache mit dem neuen Rad wunderbar. Das Rad zeigte in den Steigungen seine Stärken in puncto Leichtigkeit und Schaltung. Und ich fühlte mich sauwohl, mit Tunnelblick zwischen den Bäumen hindurch zu rasen. Den Kick hatte ich schon lange vermisst.
In der Kühlung besuchten wir wie immer den Klothstein und den Kalkberg. Die Abfahrt zur Steineiche, welchen wir noch nie gesehen hatten, war schön. Jedoch hatte uns die Steineiche enttäuscht – nur ein Stein zwischen ein paar Buchen. Wir waren verletzt.
Eure Sandsteinjäger
Mittwoch, 19. Mai 2010
Warm up
Doch gestern war es wieder soweit. Ich bestieg meinen Kampfesel und versuchte mit einer Zeitvorgabe von 45 Minuten eine neue Waldstrecke zu probieren. Dies war nötig, da ich mir meine Kraft auf der alten Strecke immer zu meinen Gunsten sehr gut eingeteilt hatte. Dies ist nicht der Sinn einer Sache, um für den Sommer zu trainieren. Zwar ist mir die Strecke bekannt, jedoch am Anfang mit der größten Steigung sehr schwierig. Danach genieße ich eine wilde Abfahrt. Erhofft hatte ich mir jedoch eine feuchte und dreckige Strecke. Leider hatte der Waldboden das jetzt so erwartete Nass zu gut aufgenommen. Hin und wieder versuchte eine große Pfütze mir den Weg zu schneiden, aber ich hatte sie ausgetrickst. Was herauskam könnt ihr euch sicherlich denken.
Doch dann wurde die Zeit knapp und ich wollte unbedingt meine Zeit nicht überschreiten. In straffem Tempo durchzog ich den abendlichen Wald, der durch meine getönte Brille noch dunkler aussah als mir lieb war. Ich wollte schon mein Licht einschalten, doch für wen? Vielleicht hatte ich schon Angst vor dem wilden Förster der im Wald sein Unwesen treibt. Umsonst gibt es hier bestimmt nicht den Totenweg.
Nach all den Hügeln des Waldes fühlte ich mich kurz vor dem Ziel ausgelaugt. Bald sollte die Heimat wieder im Sichtfeld sein, aber aus den Schatten der Bäume war ich noch lange nicht heraus. Dann noch kurz über die tolle steile Wiese, durch Althof durch und die 30 Zone nicht beachtet und zack war ich wieder in den heimatlichen Hausreihen.
16 Kilometer Waldbahn in 45 Minuten (die müssen aber unterboten werden). Mal sehen wann dazu wieder Wetter und Zeit ist.
Ein Sandsteinjäger
Samstag, 27. März 2010
Auf der Suche nach Schnee
Ich fuhr mal wieder die alte bewerte Strecke in Richtung Hütter Wohld. An der Froschklause vorbei und hinein in den Wald, der diesmal sehr ruhig war. Als wenn die einheimischen Tiere mich schon bemerkt hatten und Alarm gegeben hatten. Da kreiste plötzlich ein sehr großer Greifvogel über mich hinweg.
Frühlingsgrüße aus Doberan
Ein Sandsteinjäger
Samstag, 30. Januar 2010
In falscher Mission
Viele liebe Grüße aus dem sehr verschneitem Bad Doberan.
Eure Schneejäger
Samstag, 23. Januar 2010
Verstärkung
Gruß "Die Sandsteinjäger"
Sonntag, 3. Januar 2010
Und dann diese Kälte: 7,2° Celsius. Wie gesagt: Der harte russische Ostwind fühlte sich nach Winter an und biss sich in meine Ohren und an meinen Händen fest. Da tat der warme Tee am Rücken richtig gut. Mit schnellen Umdrehungen versuchte ich meine Beinmuskulatur warm zu machen und in Schwung zu bringen. Dies bedeutet aber in ungeübter Manier, dass man schnell zum Hochpunkt des Pulses gelangt. Ich war an diesem Tag noch nicht so fit. Da werde ich wohl noch eine Weile fahren müssen.
Die heutige schnelle Tour ging durch den mit Blättern übersäten Hütter Wohld, angefangen beim Fischer in Richtung Plattenweg. Der übelste Plattenweg den ich kenne mit knapp 2 Kilometern Länge und einer Steigung ohne Pause. Hin und wieder ein paar ruhige Meter, aber das hoppeln bergauf geht mächtig auf die Nüsse …. Heute wollte ich es aber wieder wissen und nahm daher diese Strecke unter die Räder. Von meiner Seite her habe ich diese mit Bravur bestanden. Da habe ich selbst gestaunt.
Wenn die Steigungen ein Ende haben und endlich die Lichtung zu sehen ist, dann geht rechts ein Weg ab, den ich den Brückenweg nenne. Dieser führt wieder in das Tal des „Hütter Wohld“ zu den oberen Teichen und zu einer Brücke. Diese quert einen Flusslauf und führt im Frühjahr Wasser zu den Teichen. Dieser Teil des Waldes ist mächtig mystisch. Der Wald, eine große Lichtung, diese große Brücke aus Baumstämmen.
Der zweite Weg vom Plattenweg aus (Moorweg) führt nach einer tollen Abfahrt zu den im Frühjahr überfluteten Bereichen. Hier ist ab Februar/März kein durchkommen mehr. Heute ging es noch, da der Boden die derzeitigen Wassermassen sehr gut vertragen und aufgenommen hat.
Von hier ging es weiter hinab zum zweiten „Oberen Teich“. Erst nachdem ich mir zweimal etwas Luft ablassen musste, konnte ich die Hänge besser abfahren. Der weiche Boden mit den vielen Blättern und dem verstecktem Wurzelwerk war nur mit wenig Reifendruck zu befahren. Einige mal hatte ich schon bedenken, hier mit Affenzahn lang zu fahren. Zumal mir auch noch sehr viele Leute mit Hund und Hut entgegenkamen. Trotz meiner Rücksicht waren die älteren Spaziergänger nicht so erfreut über meine Fahrweise im Wald. Deren Blicke verrieten alles, sofern ich die Gesichtszüge mitbekommen hatte.
Und irgendwann war wieder eine Zeit der Pause angesagt. Früher brauchte ich kaum noch irgendwelche Zwischenstopps. Diese heutige Stunde hatte es aber doch noch in sich. Mein Puls war schon zweimal bei 166 angelangt. Ich brauchte also Flüssigkeit und einen Kohlenhydrate-Schub inklusive Koffein in Form eines Gels. Das Zeug ist so süß, als wenn man sich 7-8 After Eight Stücken in den Rachen schiebt, ein wenig kaut und auf den Pfefferminzgeschmack wartet. Dann kommt Koffein in Form vom Hauch eines abgestandenen Kaffees und das zusammen als Gel und Eiskalt. Ich hatte es zwar in der Tasche, aber das hatte nicht geholfen. Ein Glück das die Temperatur noch über 0 liegt, sonst hätte ich Lutschen müssen. Danach ein Trunk meines warmen Tees und alles war wieder schön. Na ja, bis auf das kalte Gefühl im Rachen, welches sich durch die Minze breitmachte. Wer kennt nicht das Gefühl von Einnahme der DDR Hustenperlen und Roter Brause. Ich kenne es und es war zu meiner Kindheit wie ne Droge. Einfach frei durchatmen für ein paar Stunden.
Aber was rede ich, die Zeit rannte und ich wollte nur eine Stunde unterwegs sein. Pünktlich zum Mittagessen zu Hause sein war die Devise. Auf dem Rückweg in Althof klingelte schon das Handy: „Wo bleibst Du, das Essen ist fertig“. Von dort an trat ich noch mal ordentlich in die Pedale und legte eine Spurt hin, den ich ohne Kraftverschleiß locker hinlegen konnte. Wahrscheinlich wirkte jetzt das Turbo-Gel. Puls 170 ! und in 3 Minuten zu Hause.
Fazit: Lockere große Grunde mit Streckenfindung und Schlussspurt
Fahrzeit 1 Stunde – 15 Kilometer Waldstrecke
Die letzte Tour im Jahre 2009 unternahmen Katrin und ich am 30. Dezember. Wir wollten den Karpfen holen. Wenn ich mir nicht wieder mal nen Platten geholt hätte, dann wäre es wohl noch ne schöne Jahresabschlusstour geworden, aber so trug ich mein Rad über die Hälfte der Strecke bei schönstem Wetter.
Am 3. Januar, also heute, bekam ich wieder Lust. Der Bock war geflickt und wartete auf seinen nächsten Einsatz. Die neuen Sachen und Fahrradteile wollte ich endlich ausprobieren. Zudem hat es in den letzten Tagen ordentlich geschneit und machte Bock auf mehr. Es fing am 1. Januar an und zog sich vorerst bis heute hin. Zwar schien heute keine Sonne, aber dennoch waren Temperatur und Umgebung einladend eine kleine Runde zu drehen.
Los ging es in Richtung Althof ohne größeren Plan. Ich wusste nicht was mich in den Wäldern erwartet. So fuhr ich die Straße entlang, was schlussendlich schwieriger war als im Wald. In Althof ging es in das Gehölz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten die richtige Geschwindigkeit zu finden fuchste ich mich langsam ein und es machte nun richtig Spaß. Endlich mal keinen Schlitten ziehen. Immer nur bergauf und bergab abseits der Schlitten- und Fußspuren. Durch den Tiefschnee fuhr es sich wunderbar. Nur wusste ich nicht was unter dem Schnee sich befand.
Das hätte tückisch werden können und war auch so. Wurzel und kleine Bäume sah ich gar nicht unter der fast 20 cm hohen Schneedecke. Die frostigen Temperaturen machten den Schnee schön pulvrig und ich hatte keine Angst, dass der weiße Wintersegen im Bike hängen blieb. So schnurrten mein Bike und ich durch die Wälder. Ich hatte riesigen Spaß, auch wenn ich zweimal schieben musste. Ich fuhr eine kleine Runde hinter dem Moorbad und dann ging es zurück über die Rodelpiste. Dieses steile Ding hatte heute meine Grenzen gezeigt. Jedoch war die Sicht heute viel besser als im Sommer. Die Rodler hatte die Strecke schon präpariert und dann kam ich. Den Sattel tief und den Bock fest im Griff. So ging es den Abhang hinab. Noch ein paar Kurven und ich hatte wieder Häuser in Sicht. 15 Minuten später war der Trip zu Ende und nun genieße ich noch immer die erste Schneetour mit meinem Bike.
9 Kilometer – 1 Stunde
Puls spürbar