Leider haben wir zu gestern doch keine Videos mehr einstellen können. Diese haben einen leichten Defekt in der Belichtung. Heute haben wir jedoch wieder alles richtig gemacht. Das Timing und Katrins Auswahl der Tour waren perfekt.
Heute war wieder mal eine Zugfahrt angesagt - klimatisiert natürlich. Die Fahrt ging bis zu unserem Ort Amtshainersdorf. Ich glaube hier sind wir schon öfters ausgestiegen. Die Station liegt mitten im Wald und es bedarf schon einer kleinen Reise, um in den eigentlichen Ort zu kommen. Zum Ort selbst wollten wir aber nicht. Es zog uns nur durch eine Eigenheimsiedlung hinauf zu den Hügeln oberhalb des Dorfes Hainersdorf (kurz vor Sebnitz). Hier im Wald beginnt ein auf und ab mit dem Panoramaweg in Richtung Süd-Ost, also der Sonne entgegen. Die Bäume der Wälder halfen uns jedoch die morgentliche Hitze gut zu überstehen. Immer wieder machten wir kurze Stopps. An einer Wiese mit tollem Blick zur Endlerkuppe machten wir unsere Frühstückspause und trockneten die Hemden. Es sollte weitergehen in Richtung Waldhäusl (so heißt hier fast jedes Hotel) und dann weiter über die Grenze nach Tomásov.
In Tomásov angekommen trauten wir unseren Augen nicht. Das was uns das Satellitenbild gezeigt hatte sollte doch Wirklichkeit sein. 4 Häuser und eine Kapelle - nein Kapellchen. Nicht mal größer als eine Garage, mit dem Gestühl von 4 Bänken zu je 2 Sitzplätzen und einem Bild der "Heiligen Maria". Äußerlich immerhin wie eine Kirche wirkend. Man könnte denken, dass das Haus um das Bild gebaut wurde. Einfach putzig. Irgendwie hatte die Kapelle aber was. So etwas uriges, wie aus nem bösem Film. Ihr wisst was ich meine? Schaut euch das Foto genau an.
Weiter ging es nun durch den tschechischen Wald, den wir nicht so genau kannten. Auf der Karte schlängelte sich ein Weg mit Namen Diebstraße als Abkürzung durch den Wald. In der Karte als Pfad gekennzeichnet nahmen wir diesen in Anspruch. Es war einfach herrlich hier umher zu fahren. Wie gewollt kamen wir auch an unserer Kreuzung wieder raus und dieser Weg brachte uns wieder in Richtung Grenze.
Jetzt war der Weifberg bereits an den Tafeln ausgeschrieben. Nur noch 10 Minuten Fußweg und unser Ziel sollten wir im dritten Anlauf endlich erreichen. Alle Jahre zuvor waren vergebens. Immer wieder hatten wir es versucht, jedoch hatte uns das Wetter jedesmal einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Noch ein paar Höhenmeter mit dem Rad und wir waren da. Angekommen auf 478 Metern war es neben dem Unger mit 537 Metern der zweithöchste Berg den wir bis jetzt mit den Rädern erreicht haben. Selbst die Bastei muss sich da hinten anstellen.
Es fehlte nun noch der 36 Meter hohe Aussichtsturm der zu erklimmen war, um einen noch schöneren Ausblick zu haben. Die 173 Stufen meisterte ich trotz der vorhergehenden Strapazen. Es war wunderschön. Von hier aus kann man selbst bei guter Sicht die Ausläufer des Riesengebirges sehen. Luftlinie knappe 100 Kilometer. Nach unserer Mittagspause unterhalb des Turmes fuhren über das Schäferräummicht zur Emmabank, einer weiteren Erhöhung mit schönem Rundumblick und 416 Metern. Jetzt ging es hinab nach Hinterhermsdorf über Wald und Flur. Wir hinterließen nur eine Staubfahne bis wir im Wald dicht bei den "Oberen Schleusen" von Hinterhermsdorf waren. Es ging nun wirklich hinab. Knapp 200 Höhenmeter bis hinab in die Lindigtgründe, auf gleiche Ebene mit der Kirnitzsch. Mit knapp 40 km/h zogen wir ab und es flog der Schotter an den Rädern vorbei.
Der Kirnitzsch nun folgend fuhren wir immer weiter durch den Nationalpark. An einer Stelle, an der "Unteren Schleuse", konnten wir uns ordentlich erfrischen. Hier sprangen wir in die Fluten, kühlten uns ab und holten uns ein paar Bremsenstiche. Immer weiter ging es an dem Bach entlang. Es ging nur hinunter. Kaum noch Anstrengungen im Tretbereich. Immer hinab ins Tal bis Bad Schandau endlich erreicht war. Wieder war eine Abkühlung fällig. Erst im Tretbecken von Dr. Kneipp und dann in der Mokkabar von Dr. Langnese.
Am Abend war dann wie immer der Besuch der Liethenmühle fällig. Damit standen dann auf dem Tacho 49,1 Kilometer.
Der Tag hat trotz des nicht so hohen Schwierigkeitsgrades doch sehr geschlaucht und sich in die Knochen gesetzt. Wir werden wohl erst morgen entscheiden welche Tour anstehen wird. Jedenfalls soll es wieder ein unvergessliche Tour werden, wie die des heutigen Tages.
Der Tag hat trotz des nicht so hohen Schwierigkeitsgrades doch sehr geschlaucht und sich in die Knochen gesetzt. Wir werden wohl erst morgen entscheiden welche Tour anstehen wird. Jedenfalls soll es wieder ein unvergessliche Tour werden, wie die des heutigen Tages.
Was ich jetzt mache? Es ist jetzt 22.14 und ich sitze auf dem Balkon im dunkeln und schaue verdutzt auf meine Tastatur. Innerlich denke ich aber an die Massenmail die ich mit dem Link der Webseite verschickt habe und bedanke mich bei den jenigen die unsere Touren verfolgen und sich auch mal gemeldet haben. Danke nochmal für die kleine Unterstützung. So macht es Spaß Texte zu verfassen.
Morgen ist leider der letzte Tag für uns hier in Krippen und es war wunderschön. Das Wetter hat mitgespielt und wir hatten super Laune und haben trotz der Hitze immer etwas daraus gemacht und ich geh jetzt ins Bett.
Der noch nicht schlafende Sandsteinjäger.