Ja, wo ist dieser denn geblieben. Verkrochen hat er sich. Statt das die Sonne lacht, hat Petrus das Wasser wieder laufen lassen. Und das über mehrere Tage hinweg. Ach was Rede ich: Wochen. So sahen ich und mein treuer Gefährte dann auch manchmal aus. Es war mir von Anfang an auch egal wie der Wald von innen aussieht. Hauptsache die Konsistenz des Waldbodens stimmt und der Grip ist super.
Neue Routen konnte ich mir zusammenstellen, nachdem ich eine Woche zuvor schon mit ein paar anderen Leuten wieder durch den Wald geradelt war. Der Regen von den vorhergehenden Tagen tat natürlich sein Bestes. Wurzeln wurden so rutschig, dass ich Bekanntschaft mit dem Erdboden machen musste. Schön ging es über den Lenker. Fast wie in Zeitlupe lösten sich meine Klicks an den Schuhen aus den Pedalen während ich schon mit den Gedanken an meine unsanfte Landung war. Nichts passiert und weiter ging es. Es war eine Tour von 30 km bergauf und bergab, Pfützen, Modder und Schlamm. Herrlich. Nun war der Boden nicht mehr so hart wie im Sommer, der eh keiner war.
Natürlich war Katrin nicht so begeistert das ich Touren mit dem MTB Team MV mache. Die versprochene Rerikfahrt wollte sie unbedingt einhalten und so kam es auch das wir beide eine Tagestour nach einer regnerischen Woche unternahmen. Es ging wie immer durch die Kühlung. Da ich wusste das ich mich nicht in eine Gaststätte setzen werde, fuhr ich etwas "rücksichtsvoller" durch den Wald. Und der war lang, sehr lang sogar. Los gehts ja hinter Reddelich. Hier beginnt der Wald gleich mit ner tollen Abfahrt. Hier tobten wir an ein paar Pilzsuchern vorbei. Der Windsog zog denen die Pilze aus dem Korb und den Wegedreck auf meine Sachen. Die Abfahrt hinter dem Klonstein trieb mir den Angstschweiß in die Hose. Es ging Abwärts mit knapp 45 km/h. Leichte Spurrinnen links und rechts die sich immer verschnitten hatten. Ich fuhr links. Die Spur wurde immer ruppiger. Plötzlich wurde diese tiefer und eine zweite Spur führte in diese hinein. Ich dachte an Bremsen und tat dies achtern. Durch den welligen Boden stand jedoch mein Hinterrad immer wieder kurz in der Luft und neigte beim bremsen schnell zum blockieren. Ich hatte Angst hier durch die Luft zu gehen. Nun hielt ich das Rad noch starr fest, stellte mich etwas auf die Pedale um Druck nach hinten zu bringen und spannte den Körper so an, dass das Rad und ich nur noch "eins" waren. Ja, wir waren eins. Eng verschmolzen mit dem Aluminium zeigte ich meinem Bike nur durch leichtes Wippen des Oberkörpers die Richtung. Es fuhr mit mir immer weiter bergab. Ich hatte es im Griff. Zuerst ein wildes Pferd und nun gezähmt. Wir fuhren auf etwas zu. Es hatte die Größe eines Gartenteiches mit 8 Metern Durchmesser. Mein Pferd wollte doch jetzt nicht etwa springen? Einen Bunny-Hopp kann ich, aber keine 8 Meter weit. Tief ging es in den Sattel und ich zog nun endlich die Reisleine. Dann gings rechts vorbei mit kleiner Schikane. Geschafft, doch von Katrin nichts zu sehen. Sollte sie es etwas geschafft haben sich in der Fahrrinne zu legen? Nach einer Weile kam sie dann, begutachtete mich und meinte das ich teilweise schon etwas komisch gefahren bin. Weiter ging es dann in Richtung Bützower Keller. Hier hätten wir gleich rechts abfahren sollen und fuhren erstmal geradeaus, um später den tollen Trail zurück zu kommen und dann abzubiegen. Hier konnte ich dann zeigen warum ich Stollen drauf habe und lange Fahrtraining hatte. In Perfektion meisterte ich einige Schwierige Passagen. Mein Rad hingegen wurde schwerer und schwerer. Überall machten sich Modderteile breit. Ich fand das es toll aussah. Katrin indes nahm bei Abfahrten die andere Spur oder fuhr sehr weit hinter mir, denn die Stücken lösten sich schnell von den Reifen. Selbstreinigung nennt sich das. Der Spaß hörte jedoch vor Rerik wieder auf. Lange Pause, lange nichts - Zeit zum erholen. Zurück ging es dann über Kühlungsborn und Heiligendamm. Hier lagen in den Wäldern noch sehr stark vertreten die Überreste von Petrus seinen Machenschaften. Mit Geschick und Übung durchfuhr ich die Meisten. Ich wollte Spaß.
3 Wochen später startete ich jedoch die Tour in ähnlicher Form mit einem Mitstreiter der MTB Bewegung. Wir erkundeteten neue Wege in unserem Wald, von dem wir meinen ihn schon zu kennen. Jetzt langsam kann man sich ein genaues Bild machen. Am Abend hatten wir nach 4,5 Stunden Fahrzeit 64 Km auf der Uhr. Meine Beine schmerzten sehr und mir wurde auf der Tour des öfteren gesagt, dass dies mein Alter sei und nicht das Rad, das Wetter oder sonstiges. Zugegeben es war so. Morgen steig ich wieder ein. Eine Tour von knapp 25 Km steht bevor bei ca. 15°C und Sonnenschein.
Ein Sandsteinjäger
Natürlich war Katrin nicht so begeistert das ich Touren mit dem MTB Team MV mache. Die versprochene Rerikfahrt wollte sie unbedingt einhalten und so kam es auch das wir beide eine Tagestour nach einer regnerischen Woche unternahmen. Es ging wie immer durch die Kühlung. Da ich wusste das ich mich nicht in eine Gaststätte setzen werde, fuhr ich etwas "rücksichtsvoller" durch den Wald. Und der war lang, sehr lang sogar. Los gehts ja hinter Reddelich. Hier beginnt der Wald gleich mit ner tollen Abfahrt. Hier tobten wir an ein paar Pilzsuchern vorbei. Der Windsog zog denen die Pilze aus dem Korb und den Wegedreck auf meine Sachen. Die Abfahrt hinter dem Klonstein trieb mir den Angstschweiß in die Hose. Es ging Abwärts mit knapp 45 km/h. Leichte Spurrinnen links und rechts die sich immer verschnitten hatten. Ich fuhr links. Die Spur wurde immer ruppiger. Plötzlich wurde diese tiefer und eine zweite Spur führte in diese hinein. Ich dachte an Bremsen und tat dies achtern. Durch den welligen Boden stand jedoch mein Hinterrad immer wieder kurz in der Luft und neigte beim bremsen schnell zum blockieren. Ich hatte Angst hier durch die Luft zu gehen. Nun hielt ich das Rad noch starr fest, stellte mich etwas auf die Pedale um Druck nach hinten zu bringen und spannte den Körper so an, dass das Rad und ich nur noch "eins" waren. Ja, wir waren eins. Eng verschmolzen mit dem Aluminium zeigte ich meinem Bike nur durch leichtes Wippen des Oberkörpers die Richtung. Es fuhr mit mir immer weiter bergab. Ich hatte es im Griff. Zuerst ein wildes Pferd und nun gezähmt. Wir fuhren auf etwas zu. Es hatte die Größe eines Gartenteiches mit 8 Metern Durchmesser. Mein Pferd wollte doch jetzt nicht etwa springen? Einen Bunny-Hopp kann ich, aber keine 8 Meter weit. Tief ging es in den Sattel und ich zog nun endlich die Reisleine. Dann gings rechts vorbei mit kleiner Schikane. Geschafft, doch von Katrin nichts zu sehen. Sollte sie es etwas geschafft haben sich in der Fahrrinne zu legen? Nach einer Weile kam sie dann, begutachtete mich und meinte das ich teilweise schon etwas komisch gefahren bin. Weiter ging es dann in Richtung Bützower Keller. Hier hätten wir gleich rechts abfahren sollen und fuhren erstmal geradeaus, um später den tollen Trail zurück zu kommen und dann abzubiegen. Hier konnte ich dann zeigen warum ich Stollen drauf habe und lange Fahrtraining hatte. In Perfektion meisterte ich einige Schwierige Passagen. Mein Rad hingegen wurde schwerer und schwerer. Überall machten sich Modderteile breit. Ich fand das es toll aussah. Katrin indes nahm bei Abfahrten die andere Spur oder fuhr sehr weit hinter mir, denn die Stücken lösten sich schnell von den Reifen. Selbstreinigung nennt sich das. Der Spaß hörte jedoch vor Rerik wieder auf. Lange Pause, lange nichts - Zeit zum erholen. Zurück ging es dann über Kühlungsborn und Heiligendamm. Hier lagen in den Wäldern noch sehr stark vertreten die Überreste von Petrus seinen Machenschaften. Mit Geschick und Übung durchfuhr ich die Meisten. Ich wollte Spaß.
3 Wochen später startete ich jedoch die Tour in ähnlicher Form mit einem Mitstreiter der MTB Bewegung. Wir erkundeteten neue Wege in unserem Wald, von dem wir meinen ihn schon zu kennen. Jetzt langsam kann man sich ein genaues Bild machen. Am Abend hatten wir nach 4,5 Stunden Fahrzeit 64 Km auf der Uhr. Meine Beine schmerzten sehr und mir wurde auf der Tour des öfteren gesagt, dass dies mein Alter sei und nicht das Rad, das Wetter oder sonstiges. Zugegeben es war so. Morgen steig ich wieder ein. Eine Tour von knapp 25 Km steht bevor bei ca. 15°C und Sonnenschein.
Ein Sandsteinjäger