Heute ging es zu einer besonderen Tour. 44 Kilometer durch
die Böhmische Schweiz. Der Startpunkt war für uns heute der Fahrradbus, der uns
nach Hinterhermsdorf bringen sollte. Bus mit Hänger und da sollten unsere Räder
drauf? Anfangs hatte ich gezweifelt, denn ich hatte so einige Bilder gesehen
wie dieser Hänger aussah. Wir wollten uns die Sache einfach mal anschauen und
dann vor Ort entscheiden ob wir den Bus nehmen oder uns vielleicht eine andere
Strecke aussuchen sollten. Der Bus kam um die Ecke und wir staunten nicht
schlecht. Solch Hänger wollten wir nicht, aber er sah besser aus als der
Schlechteste auf einer Abbildung der in der Stadtinformation hängt. Immerhin.
Also aufladen und hinein in der überfüllten Bus. Der Bus musste aber auf Grund
von Umleitungen im Kirnitzschtal über Sebnitz fahren und die Strecke hatte es
in sich. Ob der Fahrer es teilweise vergessen hatte das er einen Hänger
mitführte? Ich bekam Angst. Mein Rad steht bei 80 km/h einfach mal so auf einem
Fahrradanhänger. Es ging auf und ab und durch die wildesten Orte. Nach einer ¾
Stunde Angst verließen wir den Bus an der Endhaltstelle. Alle Räder wurden
wieder entladen und bekamen sicheren Boden unter die Stollen. Schon ging unsere
Tour los. Sie sollte uns weit in die Böhmische Schweiz führen. Es ging runter
zur Kirnitzsch und dann weiter zu Grenze. Wir fuhren aufwärts in Richtung
Quelle, durchfuhren das wunderschöne Khaatal und kamen in Kyjov an der Quelle an. Es waren so
an die 4 Restaurants und 4 Wohnhäuser plus einer Kapelle und die besagte Quelle. Die Kapelle war echt
1 Quadratmeter groß und ähnelte einem Stromkasten. Soooo groß.
Wir fuhren die Straße weiter nach Daubice, hätten aber
vorher schon in Richtung Na Tokani abbiegen können. Im Nachhinein sage ich, dass
wir es hätten machen sollen, denn es ging nur die Straße entlang. Zwar war
diese wenig befahren und die Natur war schön, doch direkt durch den Wald zu
düsen ist eben schöner. In Daubice selbst gab es einen Holzkünstler der alle
Exponate inkl. drei alter Panzer und einer Bronzefigur aus der Stalinzeit in
seinem Garten ausstellt und das kostenlos. Ja kostenlos. Katrin suchte nach der
Schranke und nach dem Kassenhäuschen und ich schaute nach Aufsichtspersonal. Nichts
zu sehen. Echt kostenlos.
Wie ein langer Faden zog sich unsere Straße in Richtung Na
Tokani, was Balzhütte bedeute. Hier hatten die Jäger ihre Jagd nach dem Auerhahn
während der Balzzeit begonnen und waren hier untergebracht. Gute Leistung, denn
man hat jetzt erst wieder die ersten Auerhähne gesichtet.
Stetig ging es bergab über unsere Forstautobahn auf der es
viel zu sehen gab. Jetzt am Wochenende war eh alles sehr gut gefüllt. Busse,
Parkplätze und Radwege. Wir näherten uns jetzt wieder der Grenze und machten
wieder mal Pause an einem See. Hier war es gemütlich und er lud zum verweilen
ein. Unser Proviant war jetzt am Ende. Ein paar Radumdrehungen und wir waren
wieder in der Heimat. Wieder fuhren wir an der Kirnitzsch entlang. An der
Neumann Mühle machten wir kurz halt um einen Drink zu uns zu nehmen. Ich kaufte
mir ein Extra-Neumann-Mühle-Shirt.
Es war heute ein toller und ruhiger Tag mittels Buszufuhr.
Sonst hätte uns diese Tour wohl mächtig Kraft gekostet. Und wir wollen ja noch
mehr. Also bis morgen.
Eure Sandsteinjäger

